Formentera Urlaub

Formentera Urlaub

Traumstrand auf Formentera: Illetas Paradise<br/>© iStockPhoto
Traumstrand auf Formentera: Illetas Paradise
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Traumstrand auf Formentera: Illetas Paradise

 

Kristallklares Wasser, Felsenbuchten, sandige Weiten – der Stoff, aus dem seit Hippiezeiten die Urlaubsträume sind

Auf 82 km² bleibt weder Platz für einen Flughafen noch für große Städte – daher rührt das häufig benutzte Prädikat von der „Friedensinsel“. Ein neuerer touristischer Slogan lautet: „Das letzte Paradies im Mittelmeer“. Die einzige Anreisemöglichkeit ist mit dem Schiff; im Linienfährverkehr ab Ibiza. Zwischen den Häfen Eivissa und Sa Savina liegen zwölf Seemeilen, und genau dort passiert man auch ein 13.617 ha umfassendes Meeresschutzgebiet, die Reserva Marina dels Freus de Ibiza y Formentera. Hier steht die Unterwasserwelt bis hinab in eine Tiefe von 60 m unter Schutz.

Ob Blumenkinder von damals oder Besucher von heute, sie alle ließen und lassen sich in den Schoß dieses Eilands fallen, das von der Form her mit etwas Phantasie einem etwas klobigeren High-Heel nahekommt. Überall genießt man die Reize einer abwechslungsreichen Landschaft: feinsandige Strände mit einer Gesamtlänge von über 20 km, schattige Kiefernhaine, raue Felsbuchten, von Höhlen durchlöcherte Klippen, die Binnenseen Estany Pudent und Estany des Peix, die Salinen, das kristallklare Meerwasser.

Was nicht heißt, dass Formentera einzig ein Hort für weltentrückte Naturseelen oder versprengte Romantiker wäre! Im Sommer genießen Treffs wie die Blue Bar einen guten Ruf, und manche Strände mutieren zu improvisierten Tanzflächen. Unter der Meeresoberfläche wirken die Neptungraswiesen um die Insel wie ein natürlicher Filter, das Wasser ist besonders transparent und erlaubt Tauchern eine Sicht von bis zu 50 m.

Das Klima gilt mit annähernd 3000 Sonnenstunden pro Jahr als das regenärmste und wärmste der Balearen. In der Hochsaison wird aus der Fahrrad- vielerorts eine Motorrollerinsel, die sehr viele italienische Gäste anlockt. Man muss sich darauf einstellen, dass die meisten Unterkünfte im Juli/August unverhältnismäßig teuer sind.

Überall auf Formentera sind die Entfernungen und die Höhen gering. Gerade 17 km trennen den Hafenort Sa Savina im Nordwesten von El Pilar de la Mola im Osten, auf der Hochebene La Mola markiert der 192 m hohe Sa Talaiassa das höchste aller Inselgefühle.

Hauptstadt ist Sant Francesc, das größte Ausgeh- und Restaurantpotenzial bietet Es Pujols. Hotel- und Apartmentanlagen kommen moderat daher, die einzigen Megakästen liegen im Südosten. Sympathisch hinterwäldlerisch wird es streckenweise im Inland. Staubige Pisten streifen Bruchsteinmauern oder enden unverhofft vor einsamen Anwesen. Hier kommt, zumindest außerhalb der Hochsaison, Formentera-Feeling wie zu besten Blumenkinderzeiten auf, als die salzige Seeluft noch so richtig nach Freiheit und Abenteuer schmeckte.

Wetter Formentera

Um die 300 Sonnentage pro Jahr sprechen eine deutliche Sprache: Die Pituysen (zu denen Ibiza und Formentera zählen) sind ein Reiseziel für jede Jahreszeit! Dank fehlender größerer Gebirgsmassen herrscht auf den Inseln ein durchweg ausgeglichenes Klima. Selbst im Winter können Sie durchschnittlich fünf bis sechs Sonnenstunden pro Tag genießen. Im Sommer übersteigt die Quecksilbersäule gelegentlich die 30-Grad-Marke, in den Hauptferienmonaten Juli und August geht es in jeglicher Hinsicht hitzig zu.

Mietwagen Formentera

Während die Wochenmietpreise in der Nebensaison bei ca. 100 Euro beginnen, schlagen sie im Sommer durchaus mit dem Doppelten zu Buche.

Auf Formentera finden Sie die größte Auswahl an Autoverleihern rund um den Port de sa Savina. Auf Formentera bieten Mietautos mit Elektromotor eine umweltfreundliche Alternative; inselweit stehen über 20 Ladestellen zur Verfügung.

Wegen möglicher Knappheit vor Ort sollten Sie den gewünschten Wagen (ob Benziner oder Elektroantrieb) von daheim aus buchen.

Die Tarife schließen meist unbegrenzte Kilometer, Mehrwertsteuer (IVA) und Basisversicherung mit ein; häufig allerdings mit Selbstkostenanteil im Schadensfall. Bei Kindersitzen oder eingetragenem zweitem Fahrer müssen Sie mit Aufpreisen rechnen. Das geforderte Mindestalter des Fahrers liegt meist bei 21 Jahren, überdies muss jeder seit mindestens einem Jahr im Besitz der Fahrerlaubnis sein. Der nationale Führerschein reicht aus.

Hotel Formentera

Hotels finden man in den Ferienorten El Pilar De La Mola, Es Pujols, Playa de Migjorn und La Savina.

El Pilar de la Mola

Hauptort (400 Einwohner) der Hochebene La Mola , die seit ehedem in ständiger Rivalität zum Rest Formenteras steht. Für viele Insulaner markieren die knapp 200 Höhenmeter einen gewaltigen Schnitt zu „denen da oben“. An der Ortsdurchgangsstraße reiht sich alles Wichtige auf: ein paar Geschäfte und Cafés, die kalkweiße Kirche (18./19. Jh.) und das Gelände des von Mai bis Mitte Okt. immer sonntags und mittwochs stattfindenden Kunsthandwerkermarkts (Feria de Arte y Artesanía). An den Ständen bietet man Schmuck, Kleider, kulinarische Produkte und alle möglichen Kunsterzeugnisse feil, Rahmenprogramme bieten Musik und kleine Straßenshows. Ein weiterer guter Besuchsgrund ist das ebenfalls an der Hauptstraße gelegene Restaurante Pequeña Isla, Avinguda El Pilar 101. Hier tischt man Ihnen vorzügliche typische Inselgerichte auf, die sich auch viele Einheimische nicht entgehen lassen.

Es Pujols

Es Pujols (1000 Ew.) ist Formenteras Ferienzentrum mit eigenem Strand und einer geschmackvoll aufbereiteten Meerespromenade, an der sich reichlich Einkehrtempel aufreihen und die immer wieder Schauplatz von Freiluftmärkten ist. Natürliches Hauptkapital ist die geschützte Flachwasserbucht.

Unterkunft in Es Pujols bieten eine ganze Reihe von Hotels, Gasthäusern und Apartmentblocks. Während der Saison erwachen auch Auto-, Vespa- und Radverleiher zu Leben.

Playa de Mitjorn

Ab der Hauptstraße Sant Ferràn–El Pilar de la Mola führen immer wieder Abzweige (teils staubig, steinig und schlaglochdurchsetzt!) zu Restaurants, Bartreffs und Hotels an der Platja de Mitjorn, die mitunter auch Migjorn geschrieben wird.

Nahe der südöstlichsten Strandausläufer (auch bekannt als Platja d'es Copinar) liegen zwei Großanlagen, die ihre Pforten Mai bis Oktober öffnen: das Vier-Sterne-Hotel Riu La Mola (328 Zimmer mit entsprechendem Komfort, Spa Center, Sport- und Animationsangebot.

Zur Insotel-Gruppe gehört der Vier-Sterne-Hotel Club Formentera Playa (333 Zimmer), der sich im nordwestlichen Strandteil ans Meer schiebt.

Tauchtrips über den Diving Division Orcasub Milano-Formentera am Riu-Hotel La Mola; für Erfahrene gibt es Grotten-, Wrack- und Nachttauchgänge. An der Platja de Mitjorn müssen Sie mit gelegentlich angespültem Seegras rechnen.

Sa Savina

Den Inseleinstieg für alle Besucher bildet Port de sa Savina mit regem Bootsverkehr nach Ibiza, dessen Hügelrücken in der Ferne im Blickfeld bleiben.

Der schöne Hafen ist weit ausgeufert und schluckt die Flut der Fahrzeug- und Personenfähren, der Segel-, Fischer- und Motorboote. Rundherum reiht sich in geschäftigem Sommertreiben alles Überlebensnotwendige auf: Cafés, Restaurants, Bars, Rad-, Vespa, Autoverleiher. Der Ort selbst ist klein (500 Einwohner), dehnt sich aber weit ins Inland aus. Im Südwesten stößt er an den Estany des Peix mit seinen vielen dümpelnden Booten, im Südosten an einige Salinen. Der große Estany Pudent liegt zum Greifen nah und ist nach ca. 10 Min. problemlos zu Fuß erreichbar.

Strände Formentera

Cala Saona

Beliebte, isoliert gelegene Badebucht im Inselwesten mit 150 m langem Sandstrand, Felsenflanken und Bootsschuppen. Das Zubringersträßchen führt durch dünn besiedeltes Gebiet, das seinen ländlichen Charme bewahrt hat. Mit ins Bild gehören Kiefern und Steinmauern.

Im Sommer zeigt sich das Meer in seinen verführerischsten Farben; während der kühleren Jahreszeit ist der Strand nicht selten von vertrocknetem Seegras übersät. 6 km südwestlich von Sant Francesc (ausgeschilderter Rechtsabzweig an der Straße Richtung Cap de Barbaria).

Es Caló de Sant Agustí

Wer die Minibucht mit den Fischerbootsschuppen umrundet, gerät auf den Holzweg – aber einen der guten Art! Der Plankenpfad zieht sich ein Stück durch die Dünen und führt an Ses Platgetes heran, die „Strändchen“, ein Miteinander aus winzigen Buchten und Sandabschnitten. 8 km südöstlich von Es Pujols.

Platja de ses Illetes

Top-Strandareal im äußersten Norden, das wegen seines feinen Sandes und des klaren Wassers allseits gerühmt wird. Die Strandgebiete schirmen nach Westen hin jenen flachen Landfortsatz ab, der wie eine Nadelspitze ins Meer sticht und in Richtung der Insel Espalmador enger und felsiger wird.

Ab Sa Savina erreichen Sie die Platja de ses Illetes entweder motorisiert (Landstraße Richtung Es Pujols, dann links auf eine Piste), mit dem Rad oder zu Fuß (erstes Streckenstück ab dem Hafen über einen Dammweg). Auf dem Camí de ses Illetes kommen Sie an den alten Salzbecken vorbei, die ebenso wie die Platja de ses Illetes, die Platja Es Cavall d'en Borrás und die Platja de Llevant zum Salinen-Naturschutzgebiet gehören. Hier lernen Sie einen besonders schönen Teil kennen, zu dem auch abgeschirmte Kiefern- und Dünenzonen gehören. Bis zum Endpunkt am Großparkplatz locken einige Restaurants und Beachbars am Wege. Die alte Salzmühle dient heute als Spitzenrestaurant Es Molí de Sal. Langjährig bewährte Anlaufpunkte sind auch El Pirata und Juan y Andrea. Als Mekka der Jugend sticht die Beachbar Big Sur hervor, zwischen Sa Savina und der Platja de ses Illetes an der Platja Es Cavall d'en Borrás gelegen. Hier trifft man sich im Sommer zur chilligen Sonnenuntergangsparty.

Playa de Migjorn

Kilometerlanger Strand im Süden der Insel, unterbrochen von diversen Felsabschnitten und Buchten, im Rücken Dünen oder Kiefernwälder.

Gelegentlich müssen Sie mit angespültem Seegras rechnen, außerdem ist beim Baden wegen möglicher Strömungen Vorsicht angebracht. Hier können Sie sich im Adams- und Evaskostüm den Strandfreuden hingeben, sich ein Plätzchen zwischen Felsenzungen oder in einem legendären Beachtempel wie der Blue Bar suchen – am besten bei Sonnenuntergang und einem Cocktail! Am Abend geht in der Saison die Partypost mit Musik und Tanz und Events jeder Art ab. Ebenfalls angesagt, aber eher für den Chill-out, ist der Beachclub Gecko Ca Marí.

Sehenswertes Formentera

Can na Costa

Megalithische Grabstätte, etwa 1 km nordwestlich von Es Pujols und erst in den Siebzigerjahren freigelegt. Die hier gefundenen Knochenreste stammten von sechs Männern und zwei Frauen aus der Zeit zwischen ca. 1900 und 1600 v. Chr. Besichtigung nur von außen möglich.

Sant Francesc

Passend zu Formentera zeigt sich die Hauptstadt Sant Francesc (auch: Sant Francesc Xavier oder Sant Francesc de Formentera; 2000 Einwohner) in jederlei Hinsicht beschaulich. Wegen seiner Lage im Inland trägt das Städtchen nicht den Charakter eines Touristenzentrums.

Es ist eher die Wohn- und Einkaufsstadt der Insulaner, die hier Behördengänge erledigen, zur Post oder in die Bibliothek gehen. Oder in die Bars … Im Zentrum breitet sich die mit Palmen aufgemachte Plaça de sa Constitució aus, an der auch die Kirche und das Rathaus liegen. Unterhalb des Platzes fließt die Fußgängerzone Carrer de Jaume I ab, an der sich einige Läden aufreihen. Dort befindet sich auch ein kleines Volkskundemuseum, das Museu d'Etnografia im Sommer meist Mo–Fr 10–14 und 18–20, Sa 10–14, sonst nur Mo–Sa 10–14 Uhr . Dann endet die Fußgängerzone genauso schnell, wie sie begonnen hat.

Cap de Barbaria

Südlichster Zipfel Formenteras mit einer spektakulären Felsenküste und einem Leuchtturm, der sich aus einem weitläufigen kleinen Mauerverbund erhebt. Ein idealer Platz für die Sonnenuntergangsstimmung! Allein die Anfahrt zum schroffen Kap Barbaria lohnt den Weg. Südlich von Sant Francesc zieht sich die Straße an Feldern und Kiefernhainen vorbei, am Wege liegen, sorgsam umzäunt, dürftige Megalithreste aus dem 2. vorchristlichen Jahrtausend.

Allmählich ebbt die Besiedlung ab, ehe sich die Asphaltader durch die steindurchsetzte Weite der Hochebene Pla del Rei zieht. Am Ende ragt der Leuchtturm, der Far des Cap de Barbaria, wie ein einsamer Wächter aus der kargen Landschaft. Die Felsenküste ist als Habitat wie geschaffen für den Balearen-Sturmtaucher (puffinus mauretanicus), einen Seevogel, der sich einzig auf den Balearen fortpflanzt; im Sommer zieht er in kühlere Gebiete. Auch Falken, Korallen- und Weißkopfmöwen kann man hier beobachten.

Leuchtturm: Far des Cap de Barbaria<br/>© iStockPhoto
Leuchtturm: Far des Cap de Barbaria
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Leuchtturm: Far des Cap de Barbaria

 

Am Leuchtturm schweift der Blick übers Meer, aus 80 m Tiefe dringt das Geräusch des Wellenschlags herauf. Genießen Sie alles mit Vorsicht, denn an den Felsabstürzen geht es ungeschützt abwärts! Ein Schild weist den Weg zur nordöstlich gelegenen Torre des Cap de Barbaria (auch: Torre des Garroveret), einem gedrungenen Wachturm aus dem 18. Jh. (10 Gehmin. vom Parkplatz). Dieser Spaziergang bietet neuerlich schöne Ausblicke. 9 km südlich von Sant Francesc

Sant Ferràn de ses Roques

Ort (600 Einwohner) mit sagenumwobener Hippievergangenheit. Dazu gehörte die Gründung der Fonda Pepe, eines soziokulturellen Kneipentreffs, der im Ortskern die Zeiten bis heute überdauert hat und eine bunt zusammengewürfelte Gästeschar anlockt. Ansonsten hält sich die Zugkraft Sant Ferràns in Grenzen, beschränkt sich auf den Carrer Major und den freundlichen Platz vor der schlichten Kirche (Ende 19. Jh.).

Wandern Formentera

Der Grüne Weg: Camí de Sa Pujada

Traumhaft, aber anstrengend: Auf 1,5 km Länge überbrückt der „grüne Weg“ Camí de Sa Pujada die Höhendifferenz zwischen Formenteras Küsten- und Hochebene. Wählen Sie am besten das obere Ende als Einstieg, da Sie Ihr Gefährt auf dem steinigen Parkplatz an der Hauptstraße abstellen können. Folgen Sie dem ausgeschilderten Wanderweg abwärts durch Kiefernforst, steigern Sie Ihre Vorfreude mit jedem Schritt hinab – denn bald erwarten Sie Panoramatrassen, die bei klarer Sicht kaum etwas aussparen! Der Blick schweift über die blau bis türkis schimmerden Wasserflächen und über weite Teile der Insel. Hier bekommen Sie eine kostenlose Lektion in Inselgeografie, sehen, wie sich Formentera in der Mitte zusammenzieht und zwischen Cap de Barbaria und Punta Prima verbreitert. Im Hintergrund machen Sie die Silhouette Ibizas aus. Der spätere Aufstieg zurück zum Parkplatz wird Sie manche Schweißperle kosten. Den Parkplatz am oberen Einstieg des Camí de Sa Pujada finden Sie nahe Kilometerstein 15 zwischen Es Caló de Sant Agustí und El Pilar de la Mola, von der kurvigen Küstenauffahrt her auf der linken Seite.

Camí de s'Estany/Estany Pudent

Der Seerandweg Camí de s'Estany an den Süd- und Westflanken des Estany Pudent ist für Radler, Wanderer und Jogger geeignet. Schatten werden Sie allerdings vergeblich suchen! Den ausgeschilderten Einstieg finden Sie am westlichen Ortsrand von Es Pujols an der Durchgangsstraße Richtung Sa Savina. Die Länge für die einfache Strecke bis zum Ziel Sa Savina ist auf der Inselhomepage mit 2,7 km angegeben, doch bis zum dortigen Hafen sind es noch 800 m mehr.

Zu Beginn fällt der Erdweg sanft ans Seeufer ab und zieht sich fortan mal näher, mal weiter am Estany Pudent, dem „Stinkenden See“, entlang. Kein fauler Schwindel ist, dass Formenteras Binnenmeer an heißen Tagen seinem Namen alle Ehre macht; mit Glück bleibt's jedoch geruchsfrei.

Während sich in Ihrem Rücken die kleine Appartementfront von Es Pujols aufwirft, bleibt der Blick voraus unverbaut. Mit scharfem Auge (besser mit Fernglas) machen Sie Möwen und andere Seevögel aus. Büsche und Blumen säumen den Pfad, Halme und Gräser rascheln im Wind, gelegentlich huscht eine Eidechse unter die Steine. Später künden Steinmäuerchen und kalkweiße Villen die nahende Zivilisation in Form von Sa Savina an; am Ende des Camí schauen Sie rechts auf die Salinen. Wer Sa Savina noch nicht richtig kennt, sollte die Tour bis zum Hafen oder an die Ufer des benachbarten Estany des Peix ausdehnen; Rückkehr auf derselben Strecke.

Torre Sa Gavina

Die kleine Wandertour beginnt am Picknickplatz (Area recreativa) Can Marroig; ausgeschilderte Anfahrt ab Sa Savina um die Süd- und Westufer des Estany des Peix und dann noch ein Stück aufwärts in den Wald. Am Picknickgelände, das schön von Kiefern und Wacholder eingefasst ist, weist ein Schild zur 2 km südwestlich gelegenen Torre Sa Gavina. Der Verteidigungsturm (18. Jh.) sitzt der gleichnamigen Landzunge auf, von der Sie schöne Blicke nach Ibiza haben. Pfosten mit Pfeilen weisen den Weg durch Strauch- und Baumland. Allerdings ist die Beschilderung nicht überall einwandfrei, was auch für das letzte Teilstück der Anfahrt zum Picknickareal selbst gilt.