Ibiza Urlaub

Urlaub Ibiza

Ibiza Stadt
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Entdecken Sie Ibiza!

Räucherstäbchen, Schweiß, Leder, Seife: Ein kerniger Duftmix hängt in der Luft, während Ketten, Kleider und Tücher made in India unter Sonnensegeln den Besitzer wechseln. „Hippiemärkte“ wie der von Las Dalias bewahren die Aura des alten Ibiza, der Blumenkinder, die einst in den Sechziger- und Siebzigerjahren kamen. In ihrem Sog strömte die internationale Feriengemeinde nach und ließ die Mittelmeerinsel zum Inbegriff von Sun & Fun aufsteigen.

Die im Winter jungfräulich daliegenden Straßen und Plätze verwandeln sich zur wärmsten Jahreszeit noch heute in heiße Spots: Schaubühnen, Laufstege, Anmachmeilen, Tummelbecken von gelifteten Jetsetlern und längst ergrauten Althippies.

Ibiza
Ibiza
Ibiza

Ibiza und Formentera bilden ein faszinierendes Inseldoppel, das vor Spaniens Festlandsküste im Mittelmeer liegt, zu den Balearen gehört und unter dem Begriff Pityusen firmiert.

Aus frühzeitlichen Epochen haben sich Gräber erhalten, die klobigen Wachtürme an den Küsten legen Zeugnis von den stets befürchteten Piratenattacken zwischen dem 16. und 18. Jh. ab. Auch viele Kirchen haben Wehrcharakter – häufig verschanzte man sich im Gotteshaus und wehrte Angriffe der Türken unter dem Zeichen des Kreuzes ab. Der steten Furcht vor Angriffen ist die eindrucksvolle Silhouette von Eivissa zu verdanken, der stark befestigten Hauptstadt Ibizas.

Das historische Hügelviertel Dalt Vila schließt mit gewaltigen Mauerverbünden und Bollwerken ab und zählt zum Welterbe der Unesco – und das erfüllt alle Insulaner mit Stolz!

Im Juli und August schwitzen alle um die Wette, zu Jahresbeginn weiden sie sich am Anblick der Mandelblüte und genießen an manchem Wintertag das Frühstück auf der Terrasse. Der Traum von ewiger Wärme wird allerdings nicht unbedingt wahr: Wohl dem, der im Winter eine Heizung im Haus hat!

Auf den Pityusen bleibt alles in überschaubarem Rahmen. Ibiza bringt es auf 572 km², Formentera misst gerade einmal 82 km², Autobahnen sucht man vergebens. Ibiza und Formentera liegen in Sichtweite voneinander, zwischen den Inseln herrscht reger Fährverkehr.

Strände gibt es ohne Ende, allein auf Ibizas Karten sind über 50 verzeichnet. Allerdings reihen sich die Strandareale nicht nahtlos aneinander. Manche sind nur zu Fuß erreichbar, liegen in kleinen Buchten und sind von Klippen begrenzt. Das wohl temperierte Wasser glänzt hellblau bis türkis, draußen ankern Yachten, aus den Strandbars strömen betörende Düfte, die Appetit machen.

Für Kontraste sorgen Täler im Inland und eine vielfältige mediterrane Pflanzenwelt mit Lavendel, Thymian, Wacholder, Kiefern, Wildkräutern, Kakteen, Agaven. Feigen- und Johannisbrotbäume, Mandelhaine und Weingärten fügen sich harmonisch ins Bild.

Sieht man einmal von Eivissa, Sant Antoni und Santa Eulària ab, fällt die verstreute Besiedlung auf. Als stille Wahrzeichen sind die kalkweißen Häuser allgegenwärtig, Siedlungen wie Santa Agnès de Corona und Sant Mateu d'Albarca pflegen ihr Dorfidyll.

Wetter Ibiza

Küste Ibiza<br/>DuMont Bildarchiv | Schröder
Küste Ibiza
DuMont Bildarchiv | Schröder
Küste Ibiza

Um die 300 Sonnentage pro Jahr sprechen eine deutliche Sprache: Die Pituysen sind ein Reiseziel für jede Jahreszeit! Dank fehlender größerer Gebirgsmassen herrscht auf den Inseln ein durchweg ausgeglichenes Klima. Selbst im Winter können Sie durchschnittlich fünf bis sechs Sonnenstunden pro Tag genießen. Im Sommer übersteigt die Quecksilbersäule gelegentlich die 30-Grad-Marke, in den Hauptferienmonaten Juli und August geht es in jeglicher Hinsicht hitzig zu.

Flughafen Ibiza

Je nach Saison steht Ibiza im deutschen Sprachraum auf den Flugplänen von Germanwings, Ryanair und Air Berlin; Flüge mitunter via Palma de Mallorca. Steuern, Service Charge, Kreditkarten- und Gepäckgebühren machen die selbst propagierten Billigfluglinien allerdings längst nicht mehr so billig.

Ein Flug nach Ibiza dauert je nach Startort etwa 2½ bis 3 Stunden. Auf der Insel liegt der internationale Flughafen etwa 6 km südwestlich der Hauptstadt Eivissa; Zubringer in die City entweder mit dem Taxi oder mit dem regelmäßig verkehrenden Linienbus.

Mietwagen Ibiza

Während die Wochenmietpreise in der Nebensaison bei ca. 150–160 Euro beginnen (z. B. bei Centauro), schlagen sie im Sommer durchaus mit dem Doppelten zu Buche. Gute Preisvergleiche bieten Holiday Autos und Auto Europe. Hier lassen sich in der Nebensaison mitunter Modelle ab 80–90 Euro pro Woche buchen, während es in der Hochsaison im August auf über 300 Euro emporgehen kann.

Beim Autoverleih in Spanien lässt sich im Regelfall nicht der aufgekommene Trick umgehen, der als falscher Service etikettiert wird: das Auto mit leerem Tank zurückzubringen zu dürfen. Dank dieser im Kleingedruckten als „Benzinpolitik“ (política de gasolina) bezeichneten Masche muss (ohne Ausnahme!) der Mieter bei Übernahme des Fahrzeugs eine je nach Modell schwankende Summe von 50–110 Euro für das Benzin entrichten. Dieser Preis übertrifft um Längen den einer normalen Befüllung. Das Unangenehmste dabei, eben der Trick: Eine Erstattung am Ende ist nicht möglich, selbst wenn man den Wagen vollgetankt zubringen würde. Also: leerfahren!

Auf Ibiza finden Sie die größte Auswahl an Verleihern am Flughafen.

Wegen möglicher Knappheit vor Ort sollten Sie den gewünschten Wagen (ob Benziner oder Elektroantrieb) von daheim aus buchen. Die Tarife schließen meist unbegrenzte Kilometer, Mehrwertsteuer (IVA) und Basisversicherung mit ein; häufig allerdings mit Selbstkostenanteil im Schadensfall. Bei Kindersitzen oder eingetragenem zweitem Fahrer müssen Sie mit Aufpreisen rechnen. Das geforderte Mindestalter des Fahrers liegt meist bei 21 Jahren, überdies muss jeder seit mindestens einem Jahr im Besitz der Fahrerlaubnis sein. Der nationale Führerschein reicht aus.

Wachturm Torre des Savinar
Wachturm Torre des Savinar
Wachturm Torre des Savinar

Fahren Sie defensiv, stellen Sie sich auf kurvenreiche Strecken und – abseits der gut ausgebauten Hauptstraßen – auf staubige Rumpelpisten ein, die zum Strand, Beachtreff oder Landhotel führen. Zur Hochsaison kann Parken in den Städten zum Problem werden, achten Sie stets auf die blau markierten gebührenpflichtigen Zonen sowie auf gelbe Randmarkierungen (Parken verboten). Kleinere Orte wie z. B. Santa Agnès de Corona haben sich mit großen Parkflächen auf die sommerlichen Zuströme eingestellt, während es an den Stränden zu erheblichen Engpässen kommen kann.

Verkehrsbestimmungen: Die Promillegrenze liegt bei 0,5, es herrscht Anschnallpflicht und Handyverbot, zwei Warndreiecke und eine reflektierende Schutzweste müssen im Auto, Radio und Handy beim Tanken ausgeschaltet sein. Höchstgeschwindigkeit innerorts 50 sowie auf Landstraßen – je nach Beschilderung – 90 bzw. 100 km/h.

Ibiza Hotel

Die bekanntesten Ferienorte auf Ibiza sind Playa d'en Bossa, Playa de Talamanca und Playa de Ses Figueretes. Sie liegen alle in Reichweite von Eivissa. San Antonio ist im Westen und Santa Eulalia del Rio im Osten Ibizas angesiedelt.

Die Playa d’en Bossa hat den längsten Strand der Insel. Nahe dem südlichen Ende erhebt sich die Torre d'es Carregador, ein Wachturm aus dem 16. Jahrhundert.

Vor allem Pauschalurlauber beziehen in Playa d'en Bossa Quartier und nutzten die reichhaltigen Angebote. Sport und Aktivitäten rund ums Wasser stehen hoch im Kurs. In strandnaher Lage ist das Hotel Bon Sol Prestige zu finden, die zusammen mit den nahen Apartamentos Squash aus 90 Einheiten bestehen. In beiden Anlagen zusammen gibt es drei kleine Pools.

Buntes Treiben herrscht entlang der strandnahen Avenida de Pere Matutes Noguera; hier pumpt man sich mit Bier und Burgern voll, locken Cocktails wie „Sex on the Beach“. Diskokracher ist das Space mit Dutzenden renommierter DJs im Laufe der Saison.

Die Playa de Talamanca ist Eivissas östlicher Hausstrand, rasch zu erreichen ab der Marina Botafoc.

Playa de Ses Figueretes  ist ein mit Eivissa verwachsener Vorort, der sich in mehrere kleine Strandabschnitte gliedert. Wasser- und Strandqualität fallen eher der B-Sortierung zu, sodass viele die nahe Playa d'en Bossa vorziehen. Nett aufgemacht ist jedoch die verkehrsfreie Promenade (Passeig de les Pitiüses), die beidseits der Plaça de Julià Verdera abläuft. Blickbegleiter bleiben Dalt Vila und die Rückansicht von Eivissas „Mühlenhügel“ Puig des Molins. 2 km südwestlich von Eivissa, zu Fuß über Avenida d'Espanya und Carrer País Basc zu erreichen.

San Antonio ist geschäftige Hafenstadt und saisonales Spaßzentrum des weiten Westens, geografischer Gegenpol und gesunde Konkurrenz zur Ausgehmetropole Eivissa: Dies und noch viel mehr ist Sant Antoni de Portmany (20.000 Einwohner), gelegen an einer weiten Bucht.

In und um Sant Antoni bieten zahllose Hotels, Gasthäuser und Appartementanlagen Unterkunft und lassen die Einwohnerzahl im Sommer auf ein Vielfaches ansteigen. Hauptpromenade ist der palmenbesetzte Passeig de Ses Fonts, der am Rathaus vorbei auf die kuriose Skulptur „Ei des Kolumbus“ auf der Kreisverkehrsinsel zuläuft. Zwischen Ende Oktober und Anfang Mai werden meist sonntags gegen 12 Uhr traditionelle Trachtentänze auf dem Passeig de ses Fonts dargeboten. Kinder finden auf der Promenade einen kleinen Spielplatz. Die einschneidendste Veränderung im Stadtbild der letzten Jahre war der Neubau des Nautikclubs.

Santa Eulalia del Rio ist die drittgrößte Stadt Ibizas und liegt östlich von Eivissa. Hier ist es ruhiger, als in den Ferienorten nahe Eivissa. Der weite Sandstrand und kulturelle Highlights zeichnen diesen Ferienort aus.

Ibiza Party

Ibizas legendäre Sommernächte werden zum Tag, der Tag verschwimmt vor Augen. Unter solcherlei Vorzeichen schwebt Europas Jugend unverändert zum Dauer-Event ein. Man vergnügt sich in Gay- und Cocktailbars, tanzt in Szenetreffs und Megadiskos bis zum Umfallen, trifft sich nach den relaxenden Stunden am Strand zu Sundownern und Schaumpartys. Wer hierher kommt, weiß, was er will und sucht.

In Playa d'en Bossa lädt der Bora Bora Beachclub Partywilllige ein die Nacht zum Tag zu machen. Es ist der beliebteste und trendigste Beachclub Ibizas. Auf den legendären Boat Partys kann man bereits am Tag feiern. Das Space ist der legendäre Club mit 5 Dancefloors.

In San Bossa erfreuen sich Partygäste am berühmten Kneipenviertel Westend. Die größten Clubs hier sind das Gatecrasher Ibiza, das Es Paradis und der Beachclub Ocean Beach Ibiza. Ohne einen Sonnenuntergang im weltberühmten Café del Mar sollte kein Ibiza Urlauber die Insel verlassen haben.

Sehenswürdigkeiten Ibiza

Eivissa Ibiza-Stadt

Lebenslust vor wuchtigen Mauern: Jubel, Trubel, lange Nächte – im Sommer geht es in Eivissa heiß her

Schrill, schriller, Eivissa. In der Hochsaison platzt Ibizas Hauptstadt aus allen Nähten, avanciert zur Inselmetropole des Dauerkarnevals. In der Sommerglut strömen hier die heißesten Ladies und die coolsten Typen zusammen.

Schön, dass der Rahmen dazu passt und sich alles andere als steril ausnimmt: Altstadtmauern, Promenaden und das Meer setzen dem Ganzen gleich mehrere i-Tüpfelchen auf. Am Hafenbecken riecht's nach Öl und weiter Welt. Hier laufen Fähren und Containerschiffe ein, Motorboote und Segelyachten steuern ihre Liegeplätze an.

In der historischen Oberstadt Dalt Vila geht es bis zur Kathedrale steil bergauf – ein atemschweres Opfer für alle Hügelbezwinger, die mit grandiosen Ausblicken belohnt werden. Nur eines bietet Eivissa nicht: Strände. Doch die Wege auf der Insel sind nicht weit, und die ersten Sandweiten beginnen gleich am Stadtrand. So wie die Platja de Talamanca, die Platja de ses Figueretes und vor allem die Platja d'en Bossa, wo sich die meisten Hotels konzentrieren.

Historisch fährt Eivissa schweres Geschütz auf – nicht nur auf den Kanonenplateaus von Dalt Vila. Man rühmt sich, eine der ältesten Städte Europas zu sein. Die phönizisch-punische Nekropole am „Mühlenhügel“ Puig des Molins gehört ebenso zum Unesco-Welterbe wie Dalt Vila selbst, wo sich die mächtigen Mauern seit maurischen Zeiten aufwerfen und auf Befehl Philipps II. im 16. Jh. erneuert wurden.

Eivissa
Eivissa
Eivissa

In Ibizas Hauptstadt fällt die Orientierung leicht. Als Anhaltspunkte dienen das Hafenbecken und die vom Kathedralturm gekrönte Oberstadt Dalt Vila; im Zentrum markiert die Promenade Passeig de Vara de Rey den Übergang in die moderneren Zonen. Exklusiv und schick geht es um die Marina Botafoc zu, bodenständiger in den Vierteln Sa Penya und La Marina, die leider auch immer wieder wegen Drogenhandels in die Schlagzeilen geraten sind. Früher, als der Fang noch reichhaltig und an Tourismus nicht zu denken war, lebten hier die Fischer. Mit ihren typischen Segelbooten, den llaits, versuchten sie regelmäßig ihr Glück auf See. Bis Mitte des 20. Jahrhunderts galten die llaits als die am meisten verwendeten Schiffe, in den Werften gab es bei Reparaturen reichlich zu tun.

Der Berg ruft – auf den Sa Talaia

Die größte Höhe der Pityusen als echter Höhepunkt – ab Sant Josep de sa Talaia führt ein Aufstieg auf den 475 Meter hohen Sa Talaia. Einfache Strecke: rund 2,5 km, was für Durchschnittstrainierte etwa 40 bis 45 Minuten Marschzeit entspricht. An die Füße gehört adäquates Schuhwerk, Wasser nicht vergessen!

Nicht nur Kondition, auch ein wenig Entdeckergeist braucht es, um Ibizas Hauptberg zu bezwingen, denn die Beschilderung ist mehr schlecht als recht. Ab dem Ortskern von Sant Sant Josep de sa Talaia führt der Weg am Landhotel Jardins de Palerm (Can Pujol d'en Cardona 34) vorbei durch ein kleines Villengebiet, später dann nach rechts bergauf.

Im Laufe der Tour erwarten Sie einige steile, steinige Stücke, zwischendurch erhaschen Sie erste Blicke aufs Meer. Da auf Markierungen des Wanderpfads kein Verlass ist, orientieren Sie sich im Zweifelsfall an den Antennenmasten, die dem Sa Talaia weithin sichtbar aufsitzen.

Die Wegpassagen durch Kiefernforst entschädigen für den Verlust eines jeden Schweißtropfens, zur wärmeren Jahreszeit ist der Schatten im Wald eine Wohltat. An freien Stücken wuchern Sträucher und Lavendel, es geht über Wurzelwerk, Felsplatten. Mit steigender Höhe wird das Panorama grandioser und steigert sich bis zum Gipfel mit freier Sicht auf die Küsten. Ibizas grüner Riese: ein herrlicher Thron!

Salinen

Salinen Ibiza<br/>DuMont Bildarchiv | Schröder
Salinen Ibiza
DuMont Bildarchiv | Schröder
Salinen Ibiza

Die Tradition der Salzgewinnung reicht bis in phönizische Zeiten zurück. Heute gehört die ökologisch wertvolle Landschaft der alten Salinen zusammen mit einigen Dünen und Stränden wie Es Cavallet und Ses Salines zum Parque Natural de Ses Salines d’Eivissa i Formentera, in dem über 200 Vogel- und rund 180 Pflanzenarten vorkommen. Wer Glück hat, bekommt in den Salinen Flamingos vor das Fernglas oder das Objektiv.

Die jährliche Salzgewinnung schreitet dennoch voran und liegt zurzeit bei etwa 35.000 Tonnen. Exportiert wird das Salz u. a. auf die Faröer-Inseln, wo es für die Einsalzung von Fisch dient.

Besuch der Hippiemärkte

Ein To-Do für jeden Ibiza-Urlauber ist der Besuch der berühmten Hippiemärkte in Es Canà (mittwochs) und in San Carlos (samstags).

Verschiedenste Dinge lassen sich auf den Märkten erstehen: Sowohl asiatische Kleidung, als auch Handwerksaccessoires wie Schuhe und Schmuck lassen sich hier finden.

Leuchtturm Far des Moscarter

Der 24 Meter hohe Leuchtturm mit seiner dekorativen, spiralförmigen schwarzweißen Farbringelung liegt 20–25 Gehminuten nordöstlich von Portinatx an der Steilküste und ist von Portinatx bereits zu sehen. Wanderfreunde aufgepasst: Der Weg lohnt wegen des herrlichen Küstenpanoramas und der mediterranen Vegetation, ist aber nicht richtig beschildert! Man schlägt einen Bogen durchs Inland, in dem sich ein Netz an Pfaden verästelt und Liebespärchen ideale Schlupfwinkel finden.

Tropfsteinhöhle Cova de Can Marçà

Die Tropfsteinhöhle besitzt interessante Galerien und hat eine geologische Geschichte, die rund 100.000 Jahre zurückreicht. In den Originaleingang konnte man einst nur kriechen und musste dann 40 m voranrobben. Von den Dreißiger- bis Anfang der Siebzigerjahre des letzten Jahrhunderts sind Episoden von Schmugglern überliefert, die in der Grotte ihre Tabak- und Schnapslager unterhielten.

Noch heute sieht man rätselhafte Zeichen in Schwarz und Rot an den Steinwänden, mit denen sie sich den Weg zum Notausgang markiert hatten. Ton- und Lichteffekte sorgen beim geführten Rundgang für kleine Showtime. Auf der Terrasse der Höhlenbar können Sie sich mit einem Drink erfrischen und die herrliche Aussicht auf die Felsenküste genießen. Der Eintritt ist mit 10,50 Euro recht hoch bemessen, doch Vergleichbares bekommen Sie auf der Insel sonst nicht geboten. Zugang nur mit Führung (etwa jede halbe Stunde, Dauer 40 Min.), im Sommer tgl. 10.30–13.30 und 14.30–20, sonst tgl. 11–17.30 Uhr. Weitere Informationen zur Grotte. (ca. 1 km nordöstlich von Port de Sant Miquel)

Ibiza Strände

Buchten im Nordosten

Von Sant Carles geht es zur wenige Kilometer südöstlich gelegenen Cala Llenya, einem echten Strand-Höhepunkt. Hinter dem Kiefernforst breiten sich feinsandige Flächen mit reichlich Liegeplätzen aus. Einmal dort, treten die nahen Apartmentanlagen in den Hintergrund. Die Bucht ist geschützt, der Wassereinstieg gefahrlos.

Weiter südlich führt ein Stichsträßchen an die ansehnliche Cala Nova. Urwüchsiger und einsamer wird es an der Küste nördlich der Cala Llenya, wo Sie mit der Cala Mastella eine malerische kleine Sandbucht erwartet. Die Küstenlandschaft ist wild zerfranst. In Felsrahmen eingefasst ist die Cala Boix, eine kleine Bucht mit dunklem Sand, zu der eine Treppe hinabführt. In der Strandbar können Sie es sich ebenso gutgehen lassen wie in einigen nahen Saisonrestaurants. Die kleine Platja Es Pou des Lleó schließt das Strandensemble ab – schön der Blick auf die Insel Tagomago.

Weiter nördlich geht es an der Küstenlinie an die Platja des Figueral heran, einen beliebten Familienstrand. Ein Abstecher führt zur Platja s'Aigua Blanca, einem klippengesäumten Nacktbadestrand. Achtung, die Zufahrt ist steil, gehen Sie besser zu Fuß hinunter.

Platja d'es Cavallet

Feinsandiges Aushängeschild des Südens, gut kombinierbar mit der Platja de ses Salines. Die Anfahrt führt durch das weitflächige Gebiet der Salinen und erlaubt den Blick zurück auf die Hügelkulisse des Inlands. Endpunkt ist ein großer Parkplatz, von dort geht's ran an die Dünen und ab an den Nacktbadestrand (mit Gaykolonie). Ein beliebter, saisonal betriebener Restauranttreff heißt El Chiringuito, als Zugabe gibt's den schönen Blick hinüber zur Dalt Vila. Südwärts zieht sich der Strand an Felsenplatten vorbei auf die Landspitze Punta de ses Portes zu – eine lohnende Wanderung an der Küste entlang. Weithin sichtbar thront dort die Torre de ses Portes, ein Wachturm des 16./17. Jahrhunderts. 10 km südwestlich von Eivissa.

Platja d'es Codolar

Staubig und rumpelig ist die Piste, die sich vom Zubringersträßchen Richtung Es Cavallet und Ses Salines rechter Hand löst und an den Salinen entlang bis zum Endpunkt, einem Parkplatz, führt. An den dicken Steinkloben mag sich mancher Badefreunde vielleicht stoßen, doch das Wasser an der Platja d'es Codolar ist glasklar und das Ganze zur Sonnenuntergangszeit ein absoluter Top-Spot: wenn die Sonne in der Ferne hinter den Dracheninseln Es Vedranell und Es Vedrà langsam versinkt und dem benachbarten Falkenkap (Cap d'es Falcó) den Anstrich eines glühend orange beleuchteten Schiffsbugs gibt. Wer sich den dazugehörigen Sundowner nicht selbst auf den Felsen mixen will und Hunger verspürt, findet während der Saison im Restaurant Cap d'es Falcó eine gute, aber nicht gerade preiswerte Einkehrmöglichkeit. 10 km südwestlich von Eivissa.

Platja de ses Salines

Strand von Ses Salines
Strand von Ses Salines
Strand von Ses Salines

Die nahen Salinen standen Namenspate bei Ibizas südlichstem Strand; an der Westseite der Bucht fällt der Blick auf die Salzverladeanlagen. Vom Großparkplatz aus führen Zugänge durch einen Kieferngürtel an den rund 1 km breiten Sandstrand heran – und der genießt einen hohen Beliebtheitsgrad! Hinter der Strandlinie reihen sich mehrere Restaurants auf. Wer lieber Kalorien verbrauchen statt zu sich nehmen will, wandert über Felsplatten und versteckte kleine Senken zur östlich angrenzenden Landspitze Punta de ses Portes mit ihrem historischen Wachturm. Gut 10 km südwestlich von Eivissa.

Platjes de Comte

Rau, aber herzlich zeigt sich die zerklüftete Küste zwischen den Landspitzen S'Embarcador und Sa Torre. Kleine, sandige Strandflächen laden zum Bad ein; an stürmischen Tagen beschränkt man sich aber besser auf die traumhafte Aussicht – die schroffen Inseln Es Bosc und Sa Conillera liegen zum Greifen nah. Auf dem Festland, an der Punta de sa Torre, ragt mit der Torre d'en Rovira (auch Torre de Comte) aus dem 18. Jh. ein historischer Wachturm auf. 14 km westlich von Sant Antoni.

Von Ibiza nach Formentera

Zwischen Eivissa und Formenteras Hafen Port de sa Savina pendeln täglich Schiffe, die 25 (Schnellboote, Línea Jet) bzw. 35 Min. (Línea Express) brauchen. Preise: 24,80 Euro pro Person und Strecke für die Schnellboote, 21,80 Euro für die etwas langsamere Verbindung. Dank der vielen Verbindungen können Sie während der Hauptsaison nach Formentera zu einem Tagesausflug in See stechen; in der Nebensaison kann dieses Vorhaben bei täglich nur zwei bis drei Verbindungen schwierig werden, dann ist die Zeit allzu knapp bemessen.

Dann heißt es „Leinen los!“ – für die Fahrt nach Formentera bleibt nur der Seeweg. Ab dem Ankunfthafen von Sa Savina verästeln sich nur wenige Hauptverkehrsachsen über die Insel, die – ebenso wie auf Ibiza – einen fahrbaren Untersatz unverzichtbar machen, wenn man alles sehen möchte: zunächst im Süden die raue Klippenlandschaft um das Cap de Barbaria , dann ostwärts die Hochebene La Mola.

Endstation ist der Leuchtturm östlich von El Pilar de la Mola. Auf dem Rückweg bieten sich Stopps an den „Strändchen“ Ses Platgetes bei Es Caló de Sant Agustí und an der langen Platja de Mitjorn an. Krönender Abschluss ist das Naturschutzgebiet der Salinen mit Stränden wie der Platja de ses Illetes und der Platja de Llevant. Irgendwann geht's ab Sa Savina dann zurück nach Eivissa.