Lanzarote Urlaub

Urlaub Lanzarote

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Schon beim Anflug stellt sich ein wenig Science-Fiction-Stimmung ein: Da taucht aus dem stahlblauen Meer plötzlich dieses Gebilde aus kahlen, beigegrauen Hügelketten auf, aus schwarzen Lavafeldern und Kratern, eine Mondlandschaft voll unwirklicher Farben und Formen, auf die schnell ziehende Wolken ihre Schatten werfen, gesäumt von der Gischt des anbrandenden Ozeans.

Lanzarote ist auf den ersten Blick anders als die anderen Kanaren, die bereits in der Antike wegen ihres Klimas als „glückliche Inseln“ galten: Die viertgrößte der sieben Islas Canarias wirkt wie eine unwirtliche Einöde.

Vulkanlandschaft Lanzarote<br/>DuMont Bildarchiv | Widmann
Vulkanlandschaft Lanzarote
DuMont Bildarchiv | Widmann
Vulkanlandschaft Lanzarote

Über 20 Prozent des 795 km² großen Eilands wurden bis 1736 verschüttet, Lava und Asche gaben diesem Teil eine neue Gestalt. Aber gerade das Karge, Öde, scheinbar Abweisende ist es, was Lanzarote so einzigartig macht: Das vulkanische Herz der Insel mit seiner spärlichen, grellgrünen Vegetation ist ein unvergleichliches Naturerlebnis – und ein ebenso unverwechselbares Merkmal wie die typischen Dörfer mit ihren weißen Fassaden und grünen Fenstern und Türen.

Dass die meisten Siedlungen in den klassischen Farben erstrahlen, ist Lanzarotes bekanntestem Sohn zu verdanken: César Manrique. Auf keiner anderen Insel des Archipels sind so viele (Landschafts-)Kunstwerke des großen Malers, Bildhauers und Architekten zu finden wie auf dem Eiland des vulkanischen Feuers, das sich von Nordost nach Südwest nur etwa 60 km und von West nach Ost gerade mal 20 km weit ausdehnt.

Wetter Lanzarote

Rathaus von Haria<br/>DuMont Bildarchiv | Widmann
Rathaus von Haria
DuMont Bildarchiv | Widmann
Rathaus von Haria

Das Klima Lanzarotes ist eher mild. In den Sommermonaten kann es jedoch zeitweise drückend heiß werden, im Winter wird es bei stetem Passatwind abends recht kühl. Beste Reisezeit sind die mäßig warmen Monate November bis März. Während der Ferienmonate August und September und rund um Ostern machen viele Festlandspanier Urlaub auf der Insel.

Flughafen Lanzarote

Ferienflüge mit Tuifly, Condor und Air Berlin sind am bequemsten und billigsten (4–4,5 Std.). Flüge ohne Hotelbuchung kosten 300–500 Euro. Linienflüge sind teurer und umständlicher, da stets mit Zwischenlandung.

Lanzarotes Flughafen liegt etwa 10–30 Autominuten von den Ferienzentren entfernt. Zu Stoßzeiten gibt es alle 30 Minuten eine direkte Busverbindung (Preis: ca. 2 Euro) nach Arrecife. Taxen kosten nach Puerto del Carmen ca. 12–14 Euro, nach Costa Teguise 20–24 Euro und nach Playa Blanca etwa 40 Euro.

Mietwagen Lanzarote

Grüne Landschaften auf Lanzarote mit dem Mietwagen entdecken
Grüne Landschaften auf Lanzarote mit dem Mietwagen entdecken
Grüne Landschaften auf Lanzarote mit dem Mietwagen entdecken

Mietwagenfirmen sind am Flughafen in Arrecife, allen Ferienzentren und vielen Hotels vertreten. Ein Kleinwagen kostet ab ca. 22 Euro pro Tag, für zwei Wochen muss man mit 260 Euro rechnen (inklusive Steuern und Vollkaskoversicherung). Geländewagen, Motorräder und Trikes sind erheblich teurer. Wer den Mietwagen auf die Fähre nach Fuerteventura nehmen möchte, muss das beim Vermieter vorher anmelden.

Puerto del Carmen

Das einstige Fischerdorf Puerto del Carmen (3.000 Einwohner) hat sich zu einem Tourismuszentrum ersten Ranges gemausert. Der Ort teilt sich in ein älteres Viertel um den Fischerhafen und ausufernde Feriensiedlungen mit insgesamt 35.000 Betten im Norden.

Der wichtigste Grund für die rasante Entwicklung der Stadt zu einem Ort, der Urlauberherzen höher schlagen lässt, sind die grandiosen Strände mit sauberem Wasser. Mehr als 7 Kilometer ziehen sich heute die Bars, Spielsalons und Einkaufszentren entlang der Avenida de las Playas hin. Sie sind das Mekka all jener Urlauber, die nicht zum Nichtstun und Entspannen auf die Insel gekommen sind. Wer die große Sause entlang der Strandpromenade in Richtung obere Ortsteile verlässt oder in einem der großen, zur Straße hin abgeschirmten Hotels wohnt, findet auch da ein ruhiges Urlaubsplätzchen.

Puerto del Carmen bietet jedem etwas. Im alten Ortskern am Fischerhafen tritt die Hektik in den Hinter- und das Alltagsleben der Menschen in den Vordergrund. Wie schon zu alten Zeiten sortieren die Fischer morgens neben ihren Booten den Fang der letzten Nacht. Tagsüber treffen sich stets ein paar Angler an der Kaimauer und abends, im weichen Licht der untergehenden Sonne, holen Petanquespieler ihre Eisenkugeln für ein Spielchen heraus. Und wenn in der kleinen Kirche Nuestra Señora del Carmen, die man zwischen lauter Fischrestaurants kaum mehr findet, die Messe beginnt, dann stehen die Gläubigen bis hinaus auf die Straße – Einheimische wie Fremde.

Lanzarote Hotels

Lanzarote Golfplatz
Lanzarote Golfplatz
Lanzarote Golfplatz

Playa Blanca

Wo einst ein Fischerdörfchen im Ödland lag, sind es heute weiß getünchte Feriensiedlungen.

Die Architektur der Hotels und Bungalows kann sich aber durchaus sehen lassen, und auch die üppigen Gärten mit tausenden leuchtend roter Bougainvilleen haben Playa Blanca Playa Blanca (10-000 Einwohner) gut getan. Der Ort ist ideal für Familien und Senioren. Seine Pluspunkte sind die Nähe zu den tollen Papagayo-Stränden und der viele Sonnenschein.

Die Strandpromenade ist das Herz Playa Blancas und weiträumig als Fußgängerzone abgesperrt. Eine beinahe familiäre Atmosphäre herrscht am kleinen Ortsstrand, außerdem beschränken sich die Restaurants und Apartments auf angenehme zwei bis drei Stockwerke Höhe. Westwärts führt die Promenade viele Kilometer bis zum Leuchtturm Faro de Pechiguera. Ostwärts reicht sie vom Fährhafen bis zum weitläufigen Yachthafen Marina Rubicón und dem Castillo de las Coloradas.

Costa Teguise

Vor zwanzig Jahren noch wären Inselkenner jede Wette eingegangen, dass Costa Teguise der Ort auf Lanzarote sei, der die rasanteste Entwicklung nehmen würde.

Die Hotels stehen in dem Ruf, zu den besten der Kanaren zu gehören, allen voran das Fünf-Sterne-Hotel Gran Meliá Salinas.

Nicht nur die exklusive Herberge, auch zwei weitere Projekte tragen unverkennbar César Manriques Handschrift: das Pueblo Marinero – Seemannsdorf – eine hübsche Siedlung aus mehreren Häusern, die sich verwinkelt um verschiedene Innenhöfe gruppieren, und die Villa La Mareta, die leider nur aus der Ferne zu sehen ist. Das herrschaftliche Anwesen wurde einst von König Hussein von Jordanien erbaut, der es später dem spanischen König Juan Carlos I. schenkte. Heute wird die streng abgeriegelte Mareta als Domizil für die Royals, den Staatspräsidenten und ausländische Gäste genutzt.

Sehenswürdigkeiten Lanzarote

Typischer Innenhof eines Hauses auf Lanzarote<br/>© Shutterstock
Typischer Innenhof eines Hauses auf Lanzarote
© Shutterstock
Typischer Innenhof eines Hauses auf Lanzarote

 

Arrecife

Die Hauptstadt putzt sich heraus. Und ihre Gassen und Gässchen bieten eine Freilichtbühne für den lanzarotenischen Alltagstrubel.

Das 57.000 Einwohner zählende Arrecife ist keine Stadt für Liebhaber klassischer Kolonialarchitektur. Wer aber neugierig ist zu erfahren, wie das Leben in einer kanarischen Inselhauptstadt aussieht, der ist hier am rechten Platz.

Schon die Anfahrt über die Südautobahn offenbart den unsteten Charakter der Stadt: Großzügigkeit auf der einen, klein-klein auf der anderen Seite, ein Widerspruch, wie er für kanarische Stadtplanung typisch ist. Zuerst noch rauschen Sie auf der breiten Fahrbahn bis fast ins Zentrum – dann geht es, nach rechts abgebogen, plötzlich in eine Gasse. Ein weiteres Stückchen nach links stehen Sie unversehens im Verkehrsgewühl der Strandpromenade an der Playa del Reducto.

Gleich an der Avenida Mancomunidad erhebt sich das Fünf-Sterne-Grandhotel, ein Hochhaus, das nach einem Brand zwanzig Jahre lang eine Ruine war. Es wurde nach aufwendiger Renovierung fertiggestellt und sorgt für frischen Glanz.

Der ehemalige Park wurde totalsaniert und präsentiert sich nun als große, offene Fläche mit Holzstegen, die aufs Wasser führen. Das Ufer säumen goldglänzende Pollen, an denen schnittige Jachten vertäut sind. Aufgewertet wurde auch der Islote de Fermina, ein weit ins Meer ragender Felsarm. An seinem breiten Ende wurden attraktive Pools geschaffen, die von César Manrique inspiriert sind: schneeweiß, rund geschwungen und mit Blick aufs Meer. Folgen Sie der Küstenstraße nordwärts, gelangen Sie, am Club Náutico vorbei, zum Parque Municipal, einem langgestreckten Platz, der mit Pflanzen und Steinen zur schönen Promenade hergerichtet wurde. Jenseits der Straße beginnt die Calle León y Castillo. In der Fußgängerzone mit ihren Seitengässchen tauchen Sie dann tief in das muntere Alltagsleben der Arrecifer ein.

Der alte Festungswall des Kastells wird durch den Puente de Bolas, die Kugelbrücke, geschlossen. Die Zugbrücke ist eines der Wahrzeichen von Arrecife. Von dort geht der Spaziergang an der Avenida Coll an einem hübsch restaurierten Adelshaus mit typisch kanarischen Kassettenfenstern vorbei, der Casa de los Arroyo. Dahinter taucht zwischen den Häusern auch schon der Turm der Kirche San Ginés auf. So einfach der Weg dahin aber auch scheint – ist man erst einmal in dem Gassenlabyrinth zwischen den weißen Fassaden verschwunden, ist ein guter Orientierungssinn gefragt, und man landet schnell in einem Hinterhof oder in einer der kleinen Werkstätten. Doch keine Sorge: Hier liegt alles nur einige wenige Schritte auseinander. Die kleine Plaza vor der Kirche ist mit ihren Bänken und den schattigen Lorbeerbäumen der ideale Platz für eine Rast.

Das Schmuckkästchen der Stadt liegt im Viertel hinter Kirche und Markt, vom Turm des Castillo mehr zu erahnen als zu erkennen: der Charco de San Ginés, der kleine Naturhafen. Hinter seinem östlichen Ende befindet sich der Fischerhafen, wo kurz nach Sonnenaufgang die großen, bunten Fischkutter mit ihrer frischen Fracht einlaufen. Später am Tag flicken die Fischer ihre Netze, verpassen ihren Booten einen neuen Anstrich und bereiten die Köder für die nächste Ausfahrt vor.

Einige Hundert Meter weiter stadtauswärts liegt auf einer Felsklippe das kleine Castillo de San José, es markiert heute wie damals Arrecifes Stadtgrenze.

Timanfaya Nationalpark und die Feuerberge

Schwarze Lavaströme, Kegel und Krater: Im Parque Nacional de Timanfaya bringt Sie ein Rundfahrtbus zu den schönsten Stellen der Feuerberge; im Centro de Visitantes in Mancha Blanca werden Sie in das Mysterium des Vulkanismus eingeweiht. Die Geheimnisse der bäuerlichen Welt von anno dazumal dagegen lüftet das Museo Agrícola El Patio, ein liebevoll eingerichtetes Gehöft inmitten eines subtropischen Gartens. Das Monumento al Campesino erinnert an die aktuellen Probleme der Bauern, direkt nebenan können Sie traditionelles Kunsthandwerk kaufen.

Feuerberge Lanzarote
Feuerberge Lanzarote
Feuerberge Lanzarote

Die Montañas del Fuego, die Feuerberge, lösen wohl bei jedem eine gewisse Beklemmung aus, umso mehr, als sich hier tatsächlich eine der größten Katastrophen der jüngeren Erdgeschichte ereignete. Sechs Jahre lang, von 1730 bis 1736, dauerten die Vulkanausbrüche auf Lanzarote, begruben fast ein Viertel der Insel unter sich und hinterließen das größte Lavafeld der Welt.

Heute ist alles erstarrt. Das Werk der vulkanischen Gewalten kann gefahrlos besichtigt und bestaunt werden. Die Landstraße LZ 67 von Yaiza Richtung Mancha Blanca durchquert ein lebensfeindliches malpaís, „schlechtes Land“ aus erstarrter Magma. Links voraus erheben sich die rund dreißig Kegel der Montañas del Fuego, unter ihnen der 510 m hohe Vulkan Timanfaya, umgeben von seinen ähnlich imposanten Kumpanen. Beeindruckend schillern die Farben. Sie rühren von verschiedenen Mineralien her, die die Erde mit ausspie. Dieses Ensemble konischer Hügel gehört bereits zum Nationalpark, den die Straße nun ein Stück weit durchquert.

Dromedare in Timanfaya
Dromedare in Timanfaya
Dromedare in Timanfaya

In der Dromedarstation, die Sie an der Grenze zum Nationalpark erreichen, warten mehr als hundert der exotischen Tiere auf Kunden. Hier sollten Sie zu einer kurzen Rast anhalten. Denn der Dromedarritt in die Stille der Vulkanberge ist eines der tollsten Erlebnisse in Timanfaya. Nebenan liegen eine Bar mit Andenkenladen und ein kleines Museum (Mo–Fr 8–15 Uhr), in dem verschiedene Lavasteine aus dem Nationalpark ausgestellt sind.

Fundación César Manrique

Was konnte er eigentlich nicht, der 1919 in Arrecife geborene Tausendsassa? Maler, Bildhauer, Architekt, Designer, Autor, Umweltschützer – César Manrique hatte in vielem Erfolg und wurde so der berühmteste Sohn Lanzarotes. Nach ersten Ausstellungen gegenständlicher Bilder zieht es ihn 1945 nach Madrid, wo er die abstrakte Malerei für sich entdeckt und rasch bekannt wird. Ab 1965 folgen drei Jahre USA-Aufenthalt. Als sich 1968 der Tourismus auf Lanzarote ankündigt, kehrt er zurück, um sich künstlerisch am Aufbruch seiner Heimat in die Moderne zu beteiligen.

Manrique verwandelt Lavatunnel und Grotten in atemraubend schöne Traumgebilde, errichtet Monumente und Windspiele. Betonexzesse auf anderen Kanareninseln lassen ihn immer heftiger gegen die Bauwut zu Felde ziehen. Vehement kämpft er dafür, durch Förderung der traditionellen Architektur das Bild seiner Heimat zu erhalten. Gegen alle Widerstände setzt er strikte Auflagen durch, entwirft aber auch selbst Bungalowanlagen und baut Hotels um.

Am 25. September 1992 stirbt Manrique in der Nähe seines Wohnhauses bei Tahiche bei einem Autounfall. Doch die nach ihm benannte Stiftung, die Fundación César Manrique, sorgt dafür, dass seine „kritische Stimme“ weiterhin gehört wird. Ausstellungen und Workshops beschäftigen sich mit einem weiten Themenspektrum, das von Kunst und Architektur über Globalisierung und Immigration bis zu Umwelt- und Naturschutz reicht.

Die schönsten Strände Lanzarotes

Playa de Famara

Der Famara-Strand ist der längste auf Lanzarote und auch landschaftlich am schönsten eingebettet: unterhalb des schroffen Famara-Massivs, umgeben von Dünen und dem anbrandenden Atlantik. Es weht oft starker Wind, beachten Sie deshalb unbedingt die Strandbeflaggung: Rot bedeutet „Baden verboten“! Gefährliche Strömungen fordern jedes Jahr Menschenleben.

Surfer Lanzarote
Surfer Lanzarote
Surfer Lanzarote

Eine Surferhochburg und Refugium für alle, die Urlaub abseits des Massentourismus machen wollen, ist der Ort La Caleta. Hier gibt es mehrere Bars und Restaurants. In der Croissantería frühstücken die Surfer.

Playa Honda

2 km lang erstreckt sich westlich des Zentrums Arrecifes Stadtstrand mit seinem hellen Sand, dahinter liegt die gleichnamige Vorstadt in direkter Nachbarschaft zu Lanzarotes Flughafen. Im Centro Comercial Deiland finden sich gute Geschäfte mit Mode, Schuhen, Sport- und Fotobedarf. Der Supermarkt Hiper Dino verkauft frische Küchenkräuter.

Playa Quemada

„Verbrannter Strand“ bedeutet der Name des kleinen Ortes, und viel mehr als einen dunklen, steinigen Strand, einige Häuser (teils zur Vermietung) und kanarische Restaurants hat er auch nicht zu bieten. Eben deswegen aber fühlen sich Urlauber, die Stille suchen, hier gut aufgehoben. Jenseits des Felsrückens, der bei Flut überschwemmt wird, liegt ein weiterer, kaum besuchter Strand.

Wer die Wildheit der Küste länger auf sich wirken lassen möchte, kann das Restaurant Salmarina in der Avenida Marítima 13 besuchen: Hier sitzen Sie unmittelbar am Wasser in maritim-rustikalem Ambiente und genießen Fisch und Meeresfrüchte ohne Schnickschnack.

Playas de Papagayo

Die Strände 3 bis 5 km östlich von Playa Blanca sind zu Recht wegen ihrer Schönheit berühmt: Sie sind von Felsen eingerahmt, der Sand ist fein und das türkisfarbene Wasser blitzsauber. Zudem herrscht meist nur eine geringe Strömung, und die Wellen sind niedrig, sodass hier auch Kinder gefahrlos baden und planschen können.

Playa de Papagayo
Playa de Papagayo
Playa de Papagayo

Die Strände sind mit dem Auto nur über eine ausgeschilderte Hauptpiste erreichbar (3 Euro). Mit dem Betrag ist zugleich auch der Eintritt in den Naturpark abgegolten, das Monumento Natural de los Ajaches, zu dem die Strände gehören. Große Parkplätze liegen bei der Playa Mujeres, oberhalb der Playa Papagayo und an der wilderen Playa Caleta del Congrio. Sehr gut in nur 15 Gehminuten sind die Papagayo-Strände vom Ortsteil Las Coloradas aus zu erreichen. Parken Sie an der Straße vor dem Hotel Papagayo Arena und folgen Sie dem ausgeschilderten Pfad nach Süden. So vermeiden Sie die Schotterpiste und sparen 3 Euro Gebühren.

Alle Strände sind gut zugänglich, auch die empfehlenswerten kleineren: Playa del Pozo, Playa de la Cera und Playa de Puerto Muelas. Bei Ebbe lässt sich von Strand zu Strand wandern.

Fuerteventura Tagesausflug

Gerade mal 35 Minuten benötigt die Fähre für die Überfahrt von Playa Blanca zum Hafen Corralejo auf die große Nachbarinsel. Sie fährt im Stundentakt ab 7 Uhr, die letzte Rückfahrt ist für 20 Uhr angesetzt (1 Pers. hin und zurück 32–40 Euro).
Zu den Aktivitäten auf Fuerteventura

Geschichte der Campari-Laus

Fast jeder hält es zuerst für einen schlechten Scherz: Das knallige Rot des leckeren Campari sei Läuseblut. Doch so ist es, und auf Lanzarote kann man sich davon überzeugen. Auf Dutzenden von Hektar Ödland gedeiht zwischen Guatiza und Mala der Feigenkaktus. Diese Opuntie, ursprünglich aus Mexiko, ist die Lieblingsnahrung der Cochenillelaus. Und die wenige Millimeter große, weißgraue Schildlaus liefert ein tiefes Karminrot.

Die Läuse werden auf den Kaktusblättern ausgesetzt, ernähren sich vom Pflanzensaft und vermehren sich. Alle zwei bis drei Monate werden die neuen Larven in Handarbeit mit Spachteln von den dornigen Opuntien abgeschabt. Nach ihrer Reinigung werden sie in Heißwasser getötet, dann getrocknet und zermahlen. Für ein Kilo Farbe lassen Millionen von Läusen ihr Leben. Anfangs schien die Zukunft der Cochenillezucht rosig, doch schon eine Generation später war mit der Entdeckung der billigen synthetischen Anilinfarben das große Geschäft vorbei. Das natürliche Cochenillerot wird heute für einige Lebensmittel (Süßwaren, Liköre), Kosmetika und Medikamente verwendet. Produkte mit Cochenille, z. B. Seifen, Badeessenzen und Peelingmasken, können Sie in Punta Mujeres im Aloe Vera House in der Calle Jameos del Agua 2 erwerben.

Malvasía-Wein Lanzarote

Weinanbaugebiet Lanzarote<br/>DuMont Bildarchiv | Widmann
Weinanbaugebiet Lanzarote
DuMont Bildarchiv | Widmann
Weinanbaugebiet Lanzarote

Möglicherweise schon im 15. Jh. gelangten die ersten Rebstöcke von Kreta aus auf die Kanaren, ab 1600 sind sie auf Lanzarote dokumentiert. Wie im Flug eroberte der erdige, vollfruchtige Geschmack der hellen, sonnenverwöhnten Kanarentraube die Gaumen der Europäer. Besonders in England war man ganz verrückt nach ihr – bis dort die ersten Fässer Portwein und Sherry eintrafen. Erst nach den Vulkanausbrüchen des 18. Jhs. sorgte die Einführung des Enarenado für einen neuen Aufschwung. Heute stammen etwa 40 Prozent des Lanzaroteweins aus Malvasíatrauben. Die gängigen Sorten sind ein weißer, herbfruchtiger Tafelwein und der süße, schwere Moscatel. Beide sollten nur mit Denominación de origen gekauft werden – mit Herkunftsgarantie.

Wandern auf Lanzarote
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