Die besten Tipps für Ihren Mallorca Urlaub

Mallorca Cala Figuera
Mallorca Cala Figuera
Mallorca Cala Figuera

Mallorca Urlaub

Mallorca ist die größte Insel der Balearen und das wohl schönste Ferienparadies für deutsche Urlauber.

Gemäßigtes, subtropisches Klima und eine reiche Flora und Fauna sprechen für die liebevolle Mittelmeerinsel. Trotz der Touristenströme, die ab den 60er Jahren einsetzten, hat das Eiland traditionelle Werte bewahrt. Kloster, Festungsanlagen und Herrensitze sind aufwendig restauriert worden und für Besucher zugänglich.

Die Hauptstadt Mallorcas und zugleich Hauptstadt der autonomen Regierung der Balearen ist Palma de Mallorca. Im Südwesten der Insel gelegen, besitzt die Stadt einen einzigartigen Kulturschatz, den es zu entdecken gilt. Die gotische Kathedrale La Seu begrüßt die Besucher auf der Fahrt in die Stadt.

Strände gibt es auf Mallorca wie Sand am Meer. Eine der 500 Buchten und Strände wird Ihr Lieblingsstrand werden. Hier finden Sie mehr Infos zu Mallorca.

Sportliche aktive Urlauber genießen auf Mallorca zahlreiche Wassersport- und Radsportmöglichkeiten.

Anwesen Son Marroig
Anwesen Son Marroig
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Mallorca von A bis Z

Anreise

Auto

Ungefähr 1.400 km misst die Autobahnstrecke von Frankfurt/Main über Mülhausen, Besançon, Lyon, Nîmes, Sète, Narbonne und Girona bis Barcelona. Die Mautgebühren in Frankreich und Spanien liegen bei etwa 100 Euro.
Dann geht es weiter mit der Fähre.

Fähre

Ab Barcelona fährt die Autofähre der Schifffahrtslinie Trasmediterránea (www.trasmediterranea.es) täglich, im Sommer auch mehrmals täglich nach Palma de Mallorca, Fahrzeit acht Stunden. Der Preis pro Pkw in der Hochsaison beträgt etwa 180 Euro, Doppelkabine 120 Euro (jeweils einschließlich Hafentaxe).

Zug

Die Fahrzeit für die Bahnstrecke Frankfurt/Main–Barcelona beträgt rund 18 Stunden. Die normale Fahrkarte 2. Klasse ab Frankfurt kostet je nach Saison ab etwa 330 Euro. Auf www.bahn.de können Sie An- und Abfahrtszeiten abrufen. Nach Ermäßigungen fragen!

Flugzeug

Flüge aus Deutschland, Österreich und der Schweiz gehen nach Palma de Mallorca (Flughafen Son Sant Joan). Ab Frankfurt dauert der Flug gut zwei Stunden. Das Gros der Feriengäste nutzt die Charterflugangebote (Richtpreis 250–320 Euro). Linienflüge etwa mit Lufthansa oder Iberia kosten in der Economy-Klasse 200–500 Euro. Am preiswertesten (schon ab 20 Euro) sind saisonbedingte Sonderangebote sowie langfristige Buchungen. Ihren Mallorca-Flug können Sie hier buchen.

Banken & Geld

So gut wie jeder Inselort verfügt über mehrere Banken. Es gibt kaum noch einen Ort ohne Bankautomaten. Höchstauszahlung per Kreditkarte pro Tag 300–500 Euro.

Einreise

Urlauber aus Ländern der Europäischen Union werden für gewöhnlich nicht mehr kontrolliert, sollten jedoch den Personalausweis bei sich haben. Kinder unter 16 Jahren brauchen entweder einen Kinderausweis oder eine Eintragung im Reisepass der Eltern.

Internetcafés & WLAN

WLAN – in Spanien WIFI (Wireless Fidelity) genannt – gibt es mittlerweile in fast allen großen Hotels. Und auch ganze Regionen, wie etwa die Küste von Calvià, der Strand von Port d'Alcúdia und die alte Mole mitsamt Parc de la Mar in Palma, bieten diesen Service an öffentlichen Orten an.

Mietwagen

Rund 35.000 Mietwagen werden von Hunderten von Autovermietern angeboten. Prüfen und vergleichen Sie die unterschiedlichen Konditionen. Besonders preisgünstige Angebote müssen nicht immer die seriösesten sein. Ratsam ist der Abschluss einer Vollkaskoversicherung ohne Selbstbeteiligung im Schadensfall. Ein Mietwagen der unteren Kategorie kostet etwa 175 Euro die Woche ohne Treibstoff – wenn Sie von zu Hause aus buchen. Generell sind Leihwagen, die über das Internet von zu Hause aus gebucht werden (ab und bis Flughafen), sehr viel günstiger als spontan in den Urlaubsorten gemietete.

Post

Briefmarken erhalten Sie bei der Post (correos) und in den Tabakläden (tabaco, estanco). Briefkästen sind gelb. Post mit Briefmarken von Privatanbietern wird nur aus firmeneigenen Briefboxen befördert!

Preise

Mallorca hat in etwa das gleiche Preisniveau wie Deutschland. Gemüse und Obst sind auf den Wochenmärkten vielfach teurer als in den Supermärkten und nicht immer frischer! Nach wie vor vergleichsweise preiswert ist Frischfleisch, nicht jedoch frischer Fisch, da er auch hier rar geworden ist. Touristen klagen über hohe Restaurantpreise – vielerorts zu Recht. Zumal das Preis-Leistungs-Verhältnis häufig nicht stimmt. Eine Flasche Tischwein kostet im Supermarkt ab 2,50 Euro, im Restaurant manchmal das 15-fache. Organisierte Ausflüge gehen ebenfalls ins Geld: Mit 30–65 Euro für eine Tagesexkursion ohne Verpflegung oder einen Showabend mit Menü müssen Sie rechnen.

Strom

Einen Steckdosenadapter braucht man für den Mallorca Urlaub nicht mitzunehmen. Die deutschen Stromstecker passen in der Regel in die mallorquinischen Steckdosen. Die Hotels, Fincas, Ferienhäuser- und wohnungen verfügen über 220 Volt Wechselstrom, wie in Deutschland.

Telefon & Handy

Telefongespräche vom Hotel aus sind sehr teuer. Von der Telefonzelle (blaugrün) aus rufen Sie besser mit Telefonkarten an, erhältlich in Tabak- und Souvenirläden ab 5 Euro (ca. 10 Min. Telefonierzeit). Bei Auslandsgesprächen 00 vorwählen, danach die Vorwahl des Landes (Deutschland 49, Österreich 43, Schweiz 41) und die des Orts (ohne 0), dann die Teilnehmernummer wählen. Die Vorwahl für Spanien lautet 0034. Größter Mobilnetzbetreiber ist die spanische Telefónica, dann folgen Uni-2 und Retevisión.

Transfer

Wer in Palma de Mallorca auf dem Flughafen Son San Juan landet und einen Transferbus zu seinem Hotel gebucht hat, muss je nach Zielort mit einer Fahrzeit von 10 Minuten bis 70 Minuten rechnen. Bei Hotels, die an der Playa de Palma liegen, beträgt die Transferzeit ca. 10 Minuten. Abhängig ist dies auch von der Anzahl der angesteuerten Hotels.

Transferzeiten zu den beliebtesten Ferienorten

Ferienort ungefähre Fahrzeit vom Flughafen bis zum ersten Hotel
Cala Millor 70 Minuten
Cala d'Or 60 Minuten
Cala Ratjada 70 Minuten
Calas de Mallorca 60 Minuten
Can Picafort 55 Minuten
Colònia Sant Jordi 50 Minuten
Palma Nova/Santa Ponsa 30 Minuten
Paguera 30 Minuten
Playa de Palma 10 Minuten

Als Alternative zum Transferbus eignen sich Taxis, die am Flughafen bereit stehen. Die längste Fahrt, nach Cala Rajada, kostet etwa 90 Euro; ins Zentrum von Palma kommt man für etwa 25 Euro, mit dem Bus für 1,80 Euro.

Trinkgeld

Alle im Dienstleistungsbereich arbeitenden Menschen freuen sich über ein Trinkgeld. In Restaurants sind bis zu 10 Prozent des Gesamtbetrags üblich. Zimmermädchen erwarten 5–6 Euro pro Woche. Bei Taxi- und Busfahrten sollte man großzügig aufrunden, Reiseleiter bei Zufriedenheit mit einem Obolus ab etwa 5–10 Euro bedenken.

Zoll

In dieser Tabelle finden Sie die Zollbestimmungen für die Einreise nach Deutschland.

Was?

Höchstmenge

Zigaretten

800 Stück

Zigarillos

400 Stück

Zigarren

200 Stück

Rauchtabak

1 kg

Kaffee

10 kg

Kaffeehaltige Waren

10 kg

Spirituosen (z.B. Weinbrand, Whisky, Rum, Wodka)

10 Liter

Zwischenerzeugnisse (z. B. Sherry, Portwein, Marsala)

20 Liter

Schaumwein

60 Liter

Bier

110 Liter

Alkoholhaltige Süßgetränke (Alkopops)

10 Liter

Quelle: www.zoll.de

Wetter Mallorca

Sonnenuntergang in Palma
Sonnenuntergang in Palma
Sonnenuntergang in Palma

Klima

Der Norden ist kühler als der Süden. Das Frühjahr ist meist mild mit kühlen Abenden und Regenschauern. Der Sommer ist heiß mit Gewittern, im August herrscht hohe Luftfeuchtigkeit. Der Herbst ist bis in den Oktober hinein meist warm, dann gibt es erste Kälteeinbrüche und viel Niederschlag. Der Winter ist vorwiegend mild, wegen hoher Luftfeuchtigkeit abends und nachts kühl bis kalt.

Die besten Reisemonate

Wer nach dem besten Reisezeitpunkt für seinen Mallorca Urlaub sucht, der sollte berücksichtigen, welche Aktivitäten er unternehmen möchte.

Für Individualurlauber, die den Urlaubermassen entgehen möchten, eignen sich die Monate Februar und März sowie der November hervorragend. Leere Sandstrände und Cafés, in denen man mühelos einen Platz bekommt, sind in der Vor- und Nachsaison garantiert. Von Ende Januar bis Anfang März findet die alljährliche Mandelblüte statt, die überall auf Mallorca ein süßliches Aroma verstreut. Gerade im Westteil der Insel finden sich die meisten Mandelblütenplantagen.

Mandelblüte auf Mallorca
Mandelblüte auf Mallorca
Mandelblüte auf Mallorca

Tagestemperaturen bis 20 Grad Celsius laden für Wanderungen oder Fahrradtouren ins Tramuntana-Gebirge ein.

Auch Kulturfans kommen im Winter auf Ihre Kosten: Palma ist weniger überlaufen, als in den Sommermonaten. In vielen Sehenswürdigkeiten kommen Sie, ohne Schlange stehen zu müssen, zum Eingang. Das Kap Formentor fahren deutlich weniger Ausflugsbusse an. Man kann sich viel Zeit für das Genießen der Aussicht und das Fotografieren nehmen.

Beachten sollte man allerdings, dass in den Wintermonaten ein Großteil der Hotels geschlossen ist (gerade in den Feriengebieten an der Nord- und Ostküste) und erst ab April wieder öffnet. An der Playa de Palma sind die meisten Hotels jedoch das ganze Jahr über geöffnet.

Die Wassertemperaturen steigen erst im Mai wieder an, sodass sich erst dann ein Sprung ins Meer lohnt.

Der beste Reisezeitpunkt für Strandurlaub sind demnach die Sommermonate Mai, Juni, Juli, August und September. Im Oktober kann es vielerorts zu starken Regengüssen kommen und es ist mit Straßensperrungen in der Tramuntana-Gebirgsregion zu rechnen.

Im Sommer lockt Mallorca vorwiegend Partyurlauber an. Playa de Palma mit Ballermann und Cala Ratjada sind einige der Top-Ziele für Spaß am Feiern und Tanzen. Die Hochsaison für Partyurlaube ist von Mai bis September. Bereits Ende April öffnen die ersten Wirte Ihre Tanzlokale und feiern die Eröffnung der neuen Saison.

Monat

Tagestemperatur

Nachttemperatur

Wassertemperatur

Januar

14°C

6°C

14°C

Februar

15°C

6°C

13°C

März

17°C

7°C

14°C

April

19°C

9°C

15°C

Mai

23°C

13°C

17°C

Juni

27°C

16°C

21°C

Juli

29°C

19°C

24°C

August

30°C

19°C

25°C

September

27°C

18°C

24°C

Oktober

23°C

14°C

21°C

November

18°C

10°C

18°C

Dezember

15°C

7°C

15°C

 

In welchen Monaten scheint die Sonne am längsten und wann regnet es am häufigsten?

Monat

Sonnenschein in Stunden pro Tag

Regentage pro Monat

Januar

5

6

Februar

6

6

März

6

6

April

7

4

Mai

10

4

Juni

10

2

Juli

11

1

August

11

2

September

8

5

Oktober

6

6

November

5

7

Dezember

5

7

Ferienorte Mallorca

Cala Bona/Cala Millor

Die beiden ineinander übergehenden Badeorte Cala Bona und Cala Millor (6600 Einwohner) 4 km südöstlich von Son Servera verbinden ein etwa 3 km langer, feinsandiger Strand und eine schöne Flaniermeile nur für Fußgänger, allerdings auch mit lückenloser Bebauung. Die vorwiegend Drei- und Viersterne-Hochhaushotels mit insgesamt 18.000 Betten sind fest in der Hand deutscher Reiseveranstalter. Viele sportliche Freizeiteinrichtungen lassen die Doppelbucht als kinder- und familienfreundlich erscheinen. Nur 2 km von Cala Millor an der Landstraße nach Portocristo liegt der Safari Zoo Mallorca mit 600 Tieren, den man per Auto oder mit dem Parkzug durchqueren kann. Zahlreiche Bars und Diskos wie das Palace Q, Karussell und Bananas machen die Ecke im Sommer auch für junge Leute attraktiv. Die vielen Cafeterias haben sich auf deutsche Gäste eingestellt, wie zum Beispiel "Bei Petra" direkt an der Strandpromenade.

Cala d'Or/Portopetro

Zwei fast zusammengewachsene Ferienorte 7km östlich von Santanyi im ibizenkischen Stil mit weiß gekalkten, von Blumen umrankten Häusern. Während Cala d'Or eine perfekte touristische Infrastruktur aufweist, hat sich das Hafendorf Portopetro noch ein Stück Gelassenheit bewahrt. Cala d'Or hat ein halbes Dutzend kleiner Strände. Hotels: Inturotel Cala Esmeralda, direkt an der gleichnamigen Bucht; gediegenes Ambiente: Rocador oberhalb der Cala Gran. Vorbildlich im Umweltschutz mit Solarenergie, eigener Mülltrennung und niedrigem Trinkwasserverbrauch ist der schön angelegte Robinson Club Cala Serena.

Cala Ratjada

Ferienort Cala Ratjada
Ferienort Cala Ratjada
Ferienort Cala Ratjada

Der idyllische Hafen von Cala Ratjada und seine Fischer haben den Tourismusboom gut überstanden, den dieser größte Ferienort des Nordostens seit den 1960er-Jahren erlebt.

Auf die knapp 5700 Einwohner der Ortschaft mit einer bildschönen Uferpromenade kommen ungefähr 15.000 Gästebetten. Cala Ratjada, die Rochenbucht, besteht eigentlich aus einer ganzen Reihe felsengesäumter Calas. Breit und feinsandig präsentiert sich die Cala Agulla, klein und im Sommer überlaufen ist der Strand von Son Moll, winzig und hübsch die Cala Gat, sportiv der Strand Cala de Sa Font. An Schönheit vergleichbar mit der piniengesäumten Cala Agulla ist die 10 km entfernte Cala Mesquida.

Cales de Mallorca

Diese in den 1960er-Jahren, 18 km südöstlich von Manacor entstandene, und seitdem ständig erweiterte Hotelstadt mit mehr als 7.500 Gästebetten liegt oberhalb mehrerer kleiner, an sich sehr schöner Sandbuchten, in denen es während der Hauptsaison im Hochsommer aber sehr eng werden kann. Außerdem sind die Wege von den Hotels in hinteren Linien zu den Stränden sehr weit. Eine schön angelegte Uferpromenade und Grünanlagen ersetzen den fehlenden Ortskern.

Can Picafort

Der Badeort Can Picafort (6850 Einwohner) mit vielen Bars und Läden und 5 km langem Sandstrand mit Promenade ist im Sommer quirlig.

Am östlich gelegenen Strand von Son Bauló beginnt ein naturgeschützter Küstenabschnitt.

Colònia de Sant Jordi

Das Touristen- und Zweitwohnsitzzentrum liegt 5,5 km südlich von Ses Salines. Man hat mit der Gestaltung von Fußgängerpromenaden und Grünanlagen in den letzten Jahren ein bisschen Struktur in die Siedlung gebracht. Romantisch ist der kleine, bunte Hafen; von ihm aus können Sie zu Fuß die unbebauten Strände Es Dolç und die weiter südostwärts gelegenen Traumstrände Es Carbó und Ses Roquetes erreichen. Das gut geführte Hotel Don León,116 Zimmer, 10 Suiten liegt an der Klippenküste mit Zugang zum Meer. Der Hafen ist Ausgangspunkt für reizvolle Ganztagesausflüge mit dem Schiff nach Cabrera, dem naturgeschützten Archipel in Sichtweite mit Burg und endemischen Pflanzen- und Tierarten. Ein Ausflug bei Excursions a Cabrera April–Okt. tgl. 9.30 Uhr kostet 38 Euro (mit Mittagessen 7 Euro mehr) und schließt das Baden in der Blauen Grotte – Capri lässt grüßen! – und die Burgführung mit ein.

Salzsee in Colònia de Sant Jordi
Salzsee in Colònia de Sant Jordi
Salzsee in Colònia de Sant Jordi

Palma Nova/Magaluf/Santa Ponsa

Der riesige Ferienkomplex aus Palma Nova, Magaluf und Santa Ponsa gehört zu Calvià, das mit seinen 52.500 Einwohnern zweitgrößte Gemeinde der Insel und zugleich eine der betuchtesten Europas ist.

Der Reichtum stammt vom Tourismus und Steuereinnahmen reicher Fincabesitzer. Von Calviàs 124.000 Gästebetten häufen sich hier allein knapp 40.000. Es gibt viele, aneinandergereihte Hotels, Pubs und Snackbars. Die Strände sind lang, breit und schön. Wie am deutschen Gegenstück östlich von Palma tobt hier der britische Bär, amüsiert man sich in Action- und Showparks.

Paguera

Paguera (3.500 Einwohner) zog von Anbeginn Deutsche an. Vielleicht, weil der Badeort in seinem hügeligen Hinterland mit schönen Wanderwegen und verträumten Bergdörfern aufwartet.

Der Ort hat sehr gewonnen, seit die frühere Durchgangsstraße in eine Fußgängerpromenade, den Bulevar, umgewandelt wurde. Hier reihen sich Bars und Restaurants, Boutiquen und Souvenirläden, die vorwiegend auf deutsches Publikum ausgerichtet sind. Paguera war Ende des vorigen Jahrhunderts eine Hochburg sogenannter Überwinterer oder Langzeiturlauber. Inzwischen hat sich das Publikum etwas verjüngt. Es kommen auch Aktivurlauber, die sich im größten Tenniscenter der Insel oder auf einem der fünf umliegenden Golfplätze tummeln. Die Strände sind in Anbetracht der vielen Feriengäste recht klein.

Playa de Palma

Wenn schon ballern, dann authentisch, am Balneario 6, dem neuerdings in Feuerrot gehaltenen Ballermann, wo sich vor allem in den Sommermonaten deutsche Bierseligkeit lautstark Luft macht. Gleich dahinter reiht sich Kneipe an Kneipe in der Bier- und Schinkenstraße, die der Platzhirsch Bierkönig fest im Griff hat. Erlebt haben sollte man aber einmal das Spektakel am Ballermann und im Megapark, am besten zur Happy Hour am Spätnachmittag. Ansonsten wirkte der 8 km lange, breite Sandstrand mit seinen insgesamt 16 Balnearios (Strandabschnitten) und seiner palmengesäumten Promenade eher beschaulich, wäre da nicht eine nahezu lückenlose Hotelbebauung mit insgesamt 43.000 Betten, die ausnahmslos fest in Reiseveranstalterhand sind, allen voran die acht sehr gut geführten Häuser der RIU-Kette. Nirgendwo auf der Insel ist die touristische Infrastruktur so perfekt wie an der Playa de Palma. Dennoch ist sie den Stadtvätern von Palma ein Dorn im Auge, es gibt viele überalterte Hotelbauten. 2010 wurde ein Plan zur Aufwertung der Playa veröffentlicht, der den Abriss vieler Privathäuser und die Halbierung der Hotelbettenzahl vorsieht. Proteste der Betroffenen führten zunächst zu einer Stagnation des Vorhabens. Inzwischen hat Geldmangel das ganze Projekt auf Eis gelegt.

Der Megapark, ein gigantisches Partymekka in einem neugotischen Gemäuer, das Platz für bis zu 8.000 Gäste bietet und dessen nächtliche Musikszene unter die Erde verlegt wurde, liegt in unmittelbarer Nähe zum Ballermann. In S'Arenal, ganz am Ende der Bucht, finden junge Leute preiswerte Unterkunft in einfachen Pensionen. Eine lohnende mallorquinische Ausnahme von der vorwiegend deutschen oder internationalen Gastronomie ist das Rancho Picadero in der Carrer Flamenco 1 in Can Pastilla.

Sonnenuntergang an der Playa de Palma
Sonnenuntergang an der Playa de Palma
Sonnenuntergang an der Playa de Palma

Sa Coma

Durch die naturbelassene Felsnase Punta de n'Amer von Cala Millor getrennt, schließt sich der etwa 1 km lange, herrlich weiße Sandstrand von Sa Coma mit verkehrsfreier Promenade an. Das Hinterland zieren riesige Hotelanlagen.

Portocristo Novo

Mehrere ausgedehnte Hotelkomplexe an den Cales Mandía, Anguila, Romàntica und Estany, die miteinander verbunden sind.

Son Serra de Marina

Die junge Feriensiedlung (550 Einwohner), 8 km südöstlich von Can Picafort, bietet am Ostende zwei Cafeterías und ein kleines, sehr einfaches Hostal. Dahinter erstreckt sich der wenig besuchte, etwa 2,5 km lange, naturgeschützte Dünenstrand Es Arenal bis nach Colònia de Sant Pere. Liegestühle und Sonnenschirme gibt es hier nicht. Ganz am Ende wird FKK geduldet. Ein Talaiot markiert die Zufahrt bei Kilometer 14,2 an der Straße nach Artà.

Strände Mallorca

Cala de Sa Comuna/Cala S'Amunia

Ein Fußweg (etwa 20 Minuten) verbindet die beiden Naturbuchten Cala de Sa Comuna und Cala S'Amunia. Sie sind vielleicht die letzten vom Land aus zugänglichen Strandparadiese an Mallorcas Ostküste. Den Zugang zur Cala S'Amunia ermöglicht eine steile Treppe zum Meer (in der Ortskurve, links neben einem Privathaus), 9 km südlich von Santanyí.

Cala Llombards

Diese etwas breiter geratene der fjordähnlichen Buchten ist nicht so stark besucht; eine Bebauung direkt am Strand gibt es nicht. Wenn Sie die überteuerte Strandbar meiden wollen, sollten Sie Ihren Hunger noch ein wenig bezähmen und in eines der Restaurants in Santanyí einkehren.

Cala Marçal

Vom gleichnamigen Hotel dominierte Badebucht, sandig, wenig begrünt, 10 km südöstlich bei Portocolom. Hinter der Cala Marçal, nur zu Fuß erreichbar, befindet sich die kleine, romantische Cala Brafi. Sie ist unbebaut und nur zu Fuß erreichbar. Vom oberen Ortsteil hinter der Cala Marçal führt ein versteckter, schmaler Weg an einer Mauer entlang zur Bucht.

Cala/Parc Natural Mondragó

Auf Initiative des GOB wurde die Cala Mondragó unter Naturschutz gestellt. Die Umgebung um die feinsandige Bucht mit türkisblauem Wasser ist nur spärlich bebaut. Im Hochsommer kann es hier sehr voll werden! Die benachbarte Cala S'Amarador ist von Santanyí aus anzufahren. Ein Informationszentrum informiert über den Parc Natural Mondragó. Den Naturpark, der seltene und im Aussterben begriffene Tierarten birgt, können Sie zu Fuß oder per Rad durchstreifen. 5 km östlich von Santanyí.

Cala Pi

Die kleine Urbanisation (500 Einwohner) liegt über der gleichnamigen fjordähnlichen Bucht, die über eine Treppe erreichbar ist. In der Nebensaison ist sie idyllisch, in der Hochsaison ankern hier jedoch viele Yachten und Motorboote. Direkt über dem Strand: Club Cala Pi. Rundherum etwa eine Handvoll Restaurants.

Bucht Cala Pi
Bucht Cala Pi
Bucht Cala Pi

Cala Sa Nau

Die unverbaute, tief eingeschnittene Bucht 12 km südöstlich ist mit der kaum verbauten Cala Mitjana und den stark bebauten Buchten Cala Serena und Cala Ferrera verbunden.

Cala Santanyí

Die hübsche, weißsandige Badebucht ungefähr 3,5 km südlich von Santanyí wird gesäumt von einigen Hotels und Sommerhäusern.

Cala Sant Vicenç

Kleiner, ruhiger Villen- und Badeort etwa 4 km nordöstlich mit zwei kristallklaren Sandbuchten vor der senkrecht aus dem Meer ragenden kolossalen Felswand des Cavall Bernat. Vom Terrassenrestaurant Cala Barques, das im Winter geschlossen ist, genießen Sie bei mit frischem Grillfisch einen tollen Meerblick. Gepflegt und bei Fackelschein essen Sie im Modesto am Trockenbach (Dienstag geschlossen), einem der besten Grillrestaurants des Nordens.

Cala Torta/Cala Mitjana

Endlich hat die 10 km lange Zufahrtsstraße eine neue Asphaltierung erhalten! Sie ist ausgeschildert und beginnt hinter Artà an der Straße nach Capdepera; sie führt nicht ganz an die Strände heran und erfordert einen etwa 1 km langen Fußmarsch. Für Wanderer sind die Strände ein lohnendes Ziel – ein idyllischer Küstenweg verbindet sie und weitere kleine Buchten.

Es Trenc

Südseefeeling auf Mallorca, 11 km südlich von Campos. Die beiden unbebauten Naturstrände Es Trenc und Platja de sa Rapita gehen nahtlos ineinander über, ideal für ausgedehnte Strandwanderungen. Es Trenc ist etwa 5 km lang und gilt als Mallorcas schönster Dünenstrand. Das bedeutet jedoch auch, dass er im Hochsommer rappelvoll sein kann. Nachdem einer der drei kostenpflichtigen Parkplätze (9–21 Uhr, Tagesticket 6 Euro, Nachmittagsticket 4 Euro) schließen musste, gibt es ein dickes Parkplatzproblem. Solange sollten Sie zur Platja de Sa Ràpita ausweichen und in der Nähe des Yachthafens parken.

Es Trenc Strand
Es Trenc Strand
Es Trenc Strand

Ballermann Mallorca

Wer Partyurlaub auf Mallorca machen möchte, der ist an der Playa de Palma, im Bereich des Balneario 6, kurz Ballermann, genau richtig. Der Name bezieht sich eigentlich auf einen kleinen Strandkiosk, der nun zum Synonym für die angrenzenden Straßen wurde.

Die beliebtesten Lokale in der Schinkenstraße sind der Bierkönig, die Schinkenbude und das Bamboleo. Das Dömsche und Deutsche Eck befinden sich in der Bierstraße. Als Diskotheken empfehlenswert sind das Oberbayern, das Paradies, MegaPark und MegArena sowie das Riu-Palace.

Hotels in der Nähe des Ballermanns.

Die neuen Benimmregeln

Mit Benimmregeln wollen die malloquinischen Behörden den Sauftourismus an der Playa de Palma eindämmen. Öffentliche Trinkgelade werden mit Bußgeldern in Höhe von 200€ bestraft. Wer sein Radio mit an den Strand nimmt und ordentlich aufdreht kassiert eine Strafe von 50€. Freier Oberkörper ist nur am Strand und auf der Strandpromenade erlaubt, sonst werden 50€ fällig.

Alternativen zum Ballermann

Ein kleiner Geheimtipp für die Zielgruppe Gelegenheits-Partyurlauber ist Cala Ratjada. Tagsüber relaxen und abends feiern sind in Cala Ratjada keine Gegensätze. Hier findet man Diskos wie das Physical, Bolero und Coco‘s Pool Bar.

Eine weitere Alternative zum Ballermann ist Cala Millor. Auch hier ist entspanntes Sonnen am Strand und ein abendlicher Besuch in einer Bar oder Diskothek nicht ausgeschlossen. An der Strandpromenade befinden sich die Disco Karussell und das Lollipop. Das Palace Q ist die größte Disko in Cala Millor. Bars wie das Banana´s oder La Havana bieten leckere Cocktails an.

Finca Mallorca

Die traditionellste Weise auf Mallorca zu übernachten ist die Finca. Finca ist eigentlich die Bezeichnung für ein landwirtschaftliches Grundstück. Auf den Tourismus übertragen bedeutet Finca aber Haus mit Grundstück auf dem Lande. Die Finca ist entweder als Ferienhaus oder –wohnung oder als kleines Hotel geführt. Der Vorteil liegt dabei in der ruhigen Lage und einem entspannten Urlaub. Die meisten Fincas besitzen einen Pool und eine private Atmosphäre.

Nachteil ist, dass die Finca meist immer im Landesinneren und weitab von Stränden liegt. Ein Mietwagen wird empfohlen.

Hotel Mallorca

Mallorca hat um die 1.600 Hotels. Die meisten davon liegen in den Küstenorten rund um Palma, im Osten in Cala d’Or und Cala Millor sowie im Norden in Cala Ratjada und Alcudia.

Die meisten Hotels liegen im 3 bis 4 Sterne-Bereich. Wer Erholung und Entspannung sucht ist in einem Mallorca Wellnesshotel gut aufgehoben. Spezielle Einrichtungen wie Massagen und Yoga sind beliebig hinzubuchbar.

Mallorca Aktiv-Urlaub verbringt man am besten in einem Clubhotel. Der Vorteil liegt darin, dass viele Freizeitangebote schon im Preis inkludiert sind. Auch für Familien bieten sich Clubanlagen an, da meistens eine Kinderbetreuung sichergestellt ist.

Mallorca Strandurlaub ist überall auf Mallorca möglich. Lediglich die Mallorca Fincas im Inselzentrum eignen sich nicht für Strandurlaub, da das Meer teilweise zu weit entfernt ist.

Wer Flug, Busfahrt zum Hotel (Transfer) und Hotel zusammen buchen möchte, ist mit einer Mallorca Pauschalreise am besten bedient.

Last Minute Mallorca

Typisch für viele Mallorca Reisen ist die Kurzfristigkeit der Buchung. Immer mehr Urlauber entscheiden sich immer kurzfristiger für einen Mallorca Urlaub.

Last-Minute-Mallorca-Buchungen sind im Trend und schaffen perfekte Flexibilität. Sie haben allerdings den Nachteil, dass die beliebtesten Hotels schon lange ausgebucht sein können.

All-inclusive, Vollpension, Halbpension, nur Frühstück oder gar keine Verpflegung: Urlauber stehen vor der Qual der Wahl. Mallorca Hotels bieten vielfältige Verpflegungsmöglichkeiten, damit die Gäste sich optimal entspannen können.

Mietwagen Mallorca

Die Insel auf eigene Faust entdecken – das geht am besten, wenn man sich einen Mietwagen leiht.

Auf diversen Preisvergleichsseiten findet man eine Vielzahl von Mietwagenbrokern. Bitte denken Sie daran nicht immer den günstigsten Anbietern Vertrauen zu schenken.

Seriöse Mietwagenanbieter werden Sie auf eine Mallorca-Police oder Mallorca-Klausel aufmerksam machen. Normalerweise sind spanische Mietwagen nur nach den spanischen Vorschriften mit niedrigen Deckungssummen versichert. Die Mallorca-Police ist eine Zusatzversicherung, die im Schadensfall die deutsche Deckungssumme enthält.

Vor Buchung einer Mallorca-Police überprüfen Sie bitte, ob Ihre KfZ-Haftpflichtversicherung bereits den erweiterten Haftpflichtschutz für EU-Länder enthält.

Die perfekte Route

Erleben Sie die vielen Facetten Mallorcas von der Westküste nach Palma im Uhrzeigersinn – mit kleinen Abstechern von der Hauptroute

Häfen, Felsen und Meer

Die Hafenbucht von Port d'Andratx ist der ideale Startpunkt: ein „Sehhafen“ mit Yachten, Fischkuttern, Promeniermeile, Lokalen; eine Bootsfahrt führt zur unbebauten Vogel- und Eidechseninsel Sa Dragonera. Auf der kurvenreichen Ma10 gelangen Sie zu den beiden Terrassendörfern Estellencs und Banyalbufar, zum versteckten Hafen Port des Canonge führt ein Wanderweg. Weiter geht es nach Valldemossa; ein Besuch der Kartause ist fast ein Muss, mit einer Coca de Patata in der Hand durch das Unterdorf zu schlendern, dagegen unvergesslich. Links das Meer, rechts Olivenbäume vor hohen Felswänden: So erreichen Sie Son Marroig und später den romantischen Häuserhügel von Deià, bevor Sie sich im Patio der Fàbrica de Gelats in Sóller eisschleckend ausruhen können.

Das Kartäuserkloster in Valldemossa
Das Kartäuserkloster in Valldemossa
Das Kartäuserkloster in Valldemossa

Zeugen der Vergangenheit

Im von mittelalterlichen Mauern umschlossenen Alcúdia können Sie durchs vorbildlich restaurierte Zentrum schlendern, beim Abstecher zur hoch gelegenen Ermita de la Victoria eine Wanderung auf die Penya Rotga unternehmen. An der Ma12 liegt die Museumsfinca, von der aus Sie die größte talayotische Totenstadt am Meer, Son Real, zu Fuß oder per Leihfahrrad erreichen. Das ansehnliche Landstädtchen Artà besitzt mit Ses Paisses die eindrucksvollste talayotische Siedlung.

Die Weite und Boote im Blick       

Das Städtchen Petra in der Ebene Es Plá bewahrt mit kachelgeschmückter Gasse und Museum das Andenken an Fra Juniper Serra, den Gründer vieler kalifornischer Städte. Über die Ma3310, die Ma5110 und die Ma5111 fahren Sie durch Weizenfelder und Weinland nach Felanitx und weiter auf der Ma4010. Hier zweigt eine enge Serpentinenstraße ab zum heiligen Berg Sant Salvador mit großem Ausblick und einer winzigen Madonna. In Portocolom entspannen Sie dann bei einem Spaziergang am Hafen mit seinen traditionellen Fischerbooten.

Shopping und Strände

Zurück auf der Ma4012, später auf der Ma19 kommen Sie nach Santanyí. Lassen Sie sich durch die hübsche Fußgängerzone zum Bummeln verführen, bevor Sie auf der Ma6100 in den Süden aufbrechen. Vom kleinen Hafen Colònia de Sant Jordi startet eine Tagestour zum vorgelagerten Archipel Cabrera, andererseits lockt hier ein weißer Sandstrand am anderen Ende zum Bad. Über Campos und Llucmajor fahren Sie weiter zur Playa de Palma und an den Strandabschnitt 6. Doch, doch, Sie sollten ihn sich ansehen, den Ballermann, den einen Quadratkilometer, der Mallorca den deutschen Stempel aufdrückt(e).

Kap Formentor
Kap Formentor
Kap Formentor

Hoch im Norden

Die Ma10 führt Sie an den höchsten Bergen und zwei Stauseen vorbei zum Kloster Lluc mit der berühmten Schwarzen Madonna. Durch Steineichenwälder geht es weiter, hinunter ins Landstädtchen Pollença. Nach einer Pause auf dem Marktplatz sollten Sie auf keinen Fall den Abstecher zur Halbinsel Formentor verpassen, samt Aussicht vom Mirador und Kaffeepause im Garten des Hotels Formentor.

Sehenswürdigkeiten Mallorca

Sehenswerte Orte für Mallorca-Neulinge

Alcúdia/Port d'Alcúdia

Es gibt zwei unterschiedliche Teile von Alcúdia (19.000 Einwohner).

Das Landstädtchen, hübsch restauriert und fotogen umrahmt von seiner mittelalterlichen Stadtmauer; und Port d'Alcúdia, das 30.000-Gästebetten-Touristenzentrum. Es zieht sich sich vom Hafen bis zur Playa de Muro hin und geht dann nahtlos in die Hotelzone über. Hier tobt im Sommer der Bär, schieben sich deutsche, britische und skandinavische Touristen durch die Straßen, füllen allnächtlich Jugendliche Pubs und Diskos. Dagegen wirkt das Städtchen Alcúdia fast verträumt: Die Innenstadt ist für Autos gesperrt, so lässt es sich herrlich flanieren, zumal eine Vielzahl von Restaurants mit blumengeschmückten Terrassen zu einer Pause einladen. Hübsch dekorierte Lädchen machen Lust aufs Stöbern.

Artà

Gekrönt wird das Landstädtchen Artà (7560 Ew.) im äußersten Nordosten von einer trutzigen Zitadelle, aus der sich die Wallfahrtskirche Sant Salvador erhebt.

Etwas unterhalb überragt die ebenfalls festungsähnliche Pfarrkirche arabischen Ursprungs den Terrassenort. Zypressen und Mandelbäume setzen grüne Tupfer in das Ocker der Mauern. Einige wehrhafte Herrenhäuser, blühende Gärten und kleine Plätze, viele Bars und ein paar Restaurants prägen das Bild. Auch haben sich hier noch alte Bräuche, wie die Bast- und Korbflechterei und die teuflischen Feste zu Sant Antoni, erhalten. Dienstags findet der Wochenmarkt statt.

Cala Figuera

Der etwa 5 km südöstlich von Santanyi gelegene Ferienort hat zwar keinen Strand, dafür jedoch den idyllischsten Fischereihafen der Insel, der vor allem werktags zwischen 15 und 17 Uhr bei Rückkehr der Fischkutter eindrucksvolle Einblicke in die Welt der Fischer bietet. Die Bon-Bar thront direkt über dem Hafen mit Blick auf die ein- und auslaufenden Schiffe, das L'Arcada mit Meerblick in der Fußgängermeile serviert frische Fischtapas.

Blick auf Deià
Blick auf Deià
Blick auf Deià

Deià

Von den 750 gemeldeten Einwohnern des bildschönen Bergdorfs sind mehr als die Hälfte Ausländer. Es sind schon längst nicht mehr nur feinsinnige Poeten und Maler, die Deià ab den 1920er-Jahren zum Künstlerdorf erhoben, sondern wohlhabende Fincabesitzer.

Entsprechend aufwendig geben sich Hotellerie und Gastronomie. Im Sommer ist der Andrang in der Stadt und am romantischen Kiesstrand in der Cala de Deià sehr hoch. Erkunden Sie den hübschen Ort am besten in der Nebensaison.

Els Calderérs

Das festungsartige Herrenhaus, erbaut um 1700, mit Hauskapelle, Weinkeller, Stallungen, Gesindekammern und noblen Salons, vermittelt einen Eindruck vom einstigen Feudalleben. Eindrucksvoll ist die riesige Vorratskammer mit geernteten Feldfrüchten. 7 km östlich bei Sant Joan an der Ma15, km 37 (ausgeschildert) täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet, Eintritt 8 Euro.

Halbinsel Formentor

Die lang gestreckte, schmale und schroffe Halbinsel ist stark besucht. In den frühen Morgen- und den späten Nachmittagsstunden besteht eine Chance für weniger Verkehr auf der 18 km langen Traumstraße, die an ihrem Ende, vor dem Kap, zum Albtraum werden kann, wenn die vielen Touristenbusse und Leihwagen nicht mehr vorwärts noch zurück können. Lohnender als das Kap ist der Mirador am Pass mit dem fotogenen Felseninselchen Es Colomer, den jäh abstürzenden, 200 m hohen Felswänden und dem Piratenturm Talaia d'Albercutx gegenüber. Den etwa halbstündigen Aufstieg belohnen ein Rundumpanorama über die halbe Insel und der schönste Sonnenuntergang weit und breit. Der berühmte Sandstrand Cala Pi am nicht minder berühmten Hotel Barceló Formentor Platja de Formentor ist schmal, aber hübsch, jedoch meist überlaufen. Einsamer, wenn auch nur zu Fuß zu erreichen, sind die beiden Naturbuchten Cala Figueira und Cala Murta.

Kap Formentor
Kap Formentor
Kap Formentor

Inca

Inca, Mallorcas viertgrößte Gemeinde (30.000 Einwohner), ist interessanter als ihr Ruf.

Die Stadt hat im Zentrum eine hübsche Fußgängerzone, begrünte Plätze und einige gute Bars. Besonders lohnenswert sind ein Besuch der Plaça Santa Major und des Rathausplatzes, die von Cafés umsäumt sind.
Die Stadt, seit der katalanischen Eroberung ein Zentrum der Schuhmacherzunft, ist auch heute noch für ihre Lederwarenfabriken bekannt. Die Geschäfte liegen jedoch alle außerhalb des Stadtzentrums. In der weiträumigen Fußgängerzone der Innenstadt locken gute Bäckereien. Lohnend sind die Cellers, Kellerlokale mit deftiger Lokalküche. Der Wochenmarkt am Donnerstag ist zwar der größte der Insel, jedoch sehr touristisch; reizvoll dagegen der Dijous Bou, die alljährlich größte Landwirtschaftsmesse am zweiten Donnerstag im November.

Port de Portals

So nennt sich der mondäne Yachthafen unterhalb der Siedlung Portals Nous. Er zieht alle an, die sehen und gesehen werden möchten, auch Spaniens Königsfamilie; die Liegeplätze sind mit die teuersten der Insel. Dazu passt der Hafenboulevard mit seinen Edelboutiquen und feinen Restaurants. Gerhard Schwaiger hat sein Sternerestaurant zum El Bistro del Tristán Local1 umgewandelt. Die Küche ist weiterhin exklusiv, mittags bekommen Sie aber bereits für 29,50 Euro ein Dreigängemenü. Ausschließlich Fisch serviert er im Tristán Mar. Im Diablito ziehen sich vor allem junge Leute Riesenpizzen rein. Wellie's ist der (überteuerte) Treff zur Copa, mit üppigen Salattellern. Seemannsatmosphäre strahlt das mit Schiffsplanken ausgekleidete Bistro des Flanigan aus. Schön paradox: Die neue Beach Alm aus 10 Tonnen Tiroler Holz über dem weißen Strand und der Türkisbucht von Portals.

2200 Euro (inklusive Butler) kostet die Präsidentensuite im Sant Regis Mardavall Hotel. Frisch renoviert, aber immer noch afrikanisch angehaucht ist das Lindner Golf & Wellness Resort. Auch Nicht-Hotelgäste können hier einen Tag lang für 20 Euro inkl. Bademantel, Handtüchern und Obstsaft im Spa entspannen.

Portocolom

Der alte Hafen von Felanitx 10 km südöstlich mit seinen gut erhaltenen Fischer- und Bootshäusern und vielen traditionellen llaüts (mallorquinische Fischerboote) ist bislang bilderbuchschön geblieben, soll jedoch leider vergrößert werden. Lediglich an der Cala Marçal hat sich ein bescheidenes Touristenzentrum entwickelt. Mit 347 Zimmern größtes Hotel des Orts ist hier der sympathische Cala Marsal Club. Das Restaurante Colón Carrer Cristófol, mittwochs geschlossen, bietet in gediegenem Ambiente hervorragende mediterrane Küche mit einheimischem Einschlag vom österreichischen Starkoch Dieter Sögner. Die Anzahl der 3500 Einwohner im Hafen verdreifacht sich in der Hochsaison, wenn die Leute von Felanitx ihre Sommerhäuser beziehen. Noch immer hält sich hier das wissenschaftlich widerlegte Gerücht, Christoph Kolumbus sei in Portocolom geboren und habe von hier aus Amerika entdeckt; deshalb auch der Name des Hafens.

Die Drachenhöhlen bei Portochristo
Die Drachenhöhlen bei Portochristo
Die Drachenhöhlen bei Portochristo

Portocristo

Der kleine Ort (7300 Einwohner), 13 km östlich von Manacor, ist hübsch anzusehen mit seiner runden Hafenbucht und dem Torrent, auf dem llaüts und Yachten dümpeln. Berühmt ist Portocristo für die größten Tropfsteinhöhlen der Insel. Die Coves del Hams, Eintritt mit Digitalshow 16 Euro, Sommer 10–17.30, Winter 10.30–16.30 Uhr geöffnet, liegt gleich am Ortseingang an der Straße von Manacor und versucht, mit einem geführten Rundgang, einer Show am kleinen unterirdischen See und einer virtuellen Jules-Verne-Show den größeren Drachenhöhlen nachzueifern. In den Coves del Drac in der Carretera Cuevas www.cuevasdeldrach.com, Eintritt 14,50 Euro, Sommer 10–17 Uhr, jede volle Stunde außer 13 Uhr, Winter 10.45, 12, 14 und 15.30 Uhr gibt es eine Führung. Dafür findet auf dem größten unterirdischen See der Welt ein kitschig-schönes Spektakel statt: Über den erst stockdunklen, dann allmählich beleuchteten See gleitet ein Boot mit Miniorchester. Danach dürfen auch die Besucher ein Stückchen mit dem Boot fahren. Da die Höhlen sehr stark besucht werden, empfiehlt es sich, morgens frühzeitig zu kommen. Anfahrt durch den Ort Portocristo, dann dem braunen Schild bis zum südlichen Ortsende folgen. Äußerlich unscheinbar versteckt sich in Portocristos zweiter Reihe ein kulinarisches Bonbon: das Roland in der Calle Sant Jordi 5. Beste internationale Küche, guter Service.

Puig de Randa

Mallorcas einziger Tafelberg ist mit 542 m die höchste Erhebung des Plá. Das am Fuß des Bergs gelegene Dorf Randa (110 Ew.) lohnt einen Spaziergang durch kopfsteingepflasterte Gassen. Oberhalb von Randa führt die Bergstraße zunächst zum Santuari de Nostra Senyora de Gràcia, dem untersten von drei Klöstern. Die verlassene Einsiedelei aus dem 15. Jh. mit weitem Blick über die Ebene von Llucmajor bis zum Archipel von Cabrera wurde restauriert, der Sandsteinfelsen befestigt, Parkplätze angelegt. Gut 1 km bergauf liegt das Santuari de Sant Honorat, Ende des 14. Jhs. gegründet und noch heute von Mönchen bewohnt. Zugänglich ist nur die Kapelle aus dem 17. Jh. Radarmasten auf der Bergkuppe trüben zunächst das große Aha-Erlebnis der Gipfelstürmer. Sie werden jedoch entschädigt durch einen tollen Weitblick von der Terrasse des Santuari de Nostra Senyora de Cura auf der Bergspitze. Es ist das kulturgeschichtlich bedeutendste der drei Klöster, zog sich doch 1263 Ramón Llull hierher zurück, nachdem er sein genusssüchtiges Leben am mallorquinischen Königshof aufgegeben hatte. Llull schrieb 265 Werke, die meisten in katalanischer Sprache, die er damit zur Literatursprache erhob, forschte, lehrte und missionierte in aller Welt. „Liebe macht die Unabhängigen zu Dienern und schenkt Sklaven die Freiheit“: Dieses Llull-Zitat – auf seinem Denkmal in Palma verewigt – spricht für den aufgeschlossenen Geist des großen Denkers und Missionars.

Im Grammatiksaal der alten Schule von Cura auf dem Berg ist ein Ramón-Llull-Museum, Di–So 11–13 und 16–18 Uhr, untergebracht. Probieren Sie den Licor Randa, einen Kräuterlikör, den es nur hier oben gibt! Übernachten und essen können Sie einfach in den 26 ehemaligen Klosterzellen, komfortabel im Hotel Es Recó de Randa am Fuß des Bergs mit Traumblick von der Terrasse. Swimmingpool und ein gutes mallorquinisches Restaurant gehören ebenfalls dazu. 4 km südlich von Algaida.

Ausblick vom Berg Randa
Ausblick vom Berg Randa
Ausblick vom Berg Randa

S'Albufera

Der 17 km² große Naturschutzpark liegt etwa 5 km nordöstlich von Muro und ist das größte Feuchtgebiet des gesamten Mittelmeerraums: Durchgangsstation von mehr als 10.000 Zugvögeln aus Afrika und Nordeuropa, Lebensraum von 200 Vogelarten, Amphibien und prächtigen Orchideen. Auf schilfgesäumten Wander- und Fahrradwegen können Besucher das Leben in der Albufera beobachten. Fernglas mitbringen! Auskunft beim Centre Recepció im Park. April–Sept. 9–19, Okt.–März 9–17 Uhr Carretera Alcúdia–Can Picafort Eingang an der Englischen Brücke.

Santuari de Lluc

Umgeben von einer imposanten Bergkulisse liegt Mallorcas wichtigster Wallfahrtsort 16 km nördlich in einem 525 m hohen Tal. Busseweise strömen die Besucher zur Moreneta, der schwarzen Madonna in der Klosterkirche. Picknickplätze säumen die Klosteranlage aus dem 17./18. Jh. Die Legende erzählt von einem Hirtenknaben, der im 14. Jh. lebte. Er fand die Marienstatue und brachte sie dreimal zum Priester nach Escorca. Jedesmal kehrte die Madonna an den Fundort zurück und setzte damit das Zeichen für den Bau einer Einsiedelei. Seit dem 16. Jh. singen die Blavets, blau-weiß gekleidete Chorknaben der klösterlichen Singschule, zur Messe (Sept.–Mitte Juni Mo–Sa 11.15, So 11 Uhr). Ein uriges Bergrestaurant ist das Es Guix mit einem von Quellwasser gespeisten Felsenpool und guter mallorquinischer Küche, etwa 2 km von Lluc Richtung Sóller.

Blick vom Berg Lluc
Blick vom Berg Lluc
Blick vom Berg Lluc
Markttag in Sineu
Markttag in Sineu
Markttag in Sineu

Sineu

Von allen Dörfern der Inselmitte ist Sineu (3700 Ew.) das bekannteste. Das liegt vor allem an dem jeden Mittwoch stattfindenden Tiermarkt von Sineu, der seit 1306 existiert und Mallorcas größter Tiermarkt ist.

Am besten kommen Sie ganz früh am Morgen, bevor die Touristenbusse eintreffen. Aber Sineu ist mehr als nur Markt: Talayotisch-römischen Ursprungs, später einer der sechs arabischen Hauptorte, wurde es im Mittelalter Residenzstadt König Jaumes II.

Der Hafen von Sóller
Der Hafen von Sóller
Der Hafen von Sóller

Sóller

100 Jahre alt ist Sóllers nostalgische Schmalspurbahn aus dem Hause Siemens, die das Städtchen (14100 Ew.) mit Palma verbindet.

Die 50-minütige Fahrt mit dem Ferrocarril de Sóller (19,50 Euro) durch 13 Tunnel ins Tal von Sóller ist zur Zeit der Zitrusfruchtreife von Oktober bis Mai besonders reizvoll. Mächtige Tausendergipfel geben den unzähligen Orangen- und Zitronenbäumen im Talkessel Schutz und eröffnen Wanderern viele reizvolle Bergpfade mit atemberaubenden Blicken in die Orangerie Sóllers mit seinen eleganten Jugendstilhäusern in den Gassen und am hübschen Markt. Eine ebenfalls nostalgische Straßenbahn mit offenen Waggons (Fahrkarte 5 Euro) verbindet die Stadt mit dem 3 km entfernten Hafen (Port de Soller), der seit 2012 ein neues Gesicht zeigt: Ein herrlicher Hafenboulevard mit guten Restaurants verläuft nun entlang des künstlich verbreiterten Strands.

Autofahrer erreichen den Ort über einen mautpflichtigen Straßentunnel (hin und zurück 9,50 Euro) oder die enge Serpentinenstraße über den Tunnelberg. Wenn Sie etwas Zeit mitbringen, können Sie sich Mautgebühr und Kurverei ersparen und machen eine kostenlose, landschaftlich wunderschöne Tour über Santa Maria, Valldemossa und Deià nach Sóller.

Tempel im Garten des Anwesens Son Marroig
Tempel im Garten des Anwesens Son Marroig
Tempel im Garten des Anwesens Son Marroig

Son Marroig

Der einstmalige Altersruhesitz des Erzherzogs Ludwig Salvator ist heute ein Museum. Der idyllische Garten lohnt allein schon den Besuch. Mit Erlaubnis des Pförtners dürfen Sie den Privatweg hinunter zur Halbinsel Sa Foradada benutzen, wo der Erzherzog 1867 mit seiner Yacht ankerte und erstmals mallorquinischen Boden betrat. An der Ma10 bei km 65,5 tgl. 10–20, Winter bis 17 Uhr, Eintritt 4 Euro.

Torrent de Pareis

Der Weg ist schon fast das Ziel zur Mündung des Torrent de Pareis. Eine 14 km lange Serpentinenstraße führt durch enge Felstore und eröffnet tolle Meerblicke, die einstündige Bootsfahrt von Port de Sóller aus geht vorbei an gigantischen Felskulissen. Die mehr als sechsstündige schwere Kletterpartie von Escorca durch den 4 km langen Canyon des Torrent de Pareis ist ein waghalsiges Abenteuer und nur etwas für trainierte Wanderer. Sie endet in der Geröllmündung des Wildbachs, die von Sa Calobra aus durch zwei Fußgängertunnel erreichbar ist. Ein geradezu himmelhohes Felsentor öffnet den Blick über einen Kiesstrand zum Meer mit dem Felsenmeer des Canyons im Rücken. Viel Rummel in den Restaurants und auf dem Parkplatz (je nach Dauer um die 5 Euro)! Ganz früh am Morgen und nach 17 Uhr (im Sommer) gibt es eine Chance für entspannten Landschaftsgenuss.

Schlucht Sa Calobra
Schlucht Sa Calobra
Schlucht Sa Calobra

Tropfsteinhöhle Coves d'Artà

Imposante Höhle am Cap Vermell mit rauchgeschwärztem, schlundartigem Eingang über dem Meer. 40-minütige Führungen, tgl. 10–18, Winter bis 17 Uhr Eintritt 11 Euro www.cuevasdearta.com

Valldemossa

Wenn man von Palma über die gerade verbreiterten Ma1110 kommt, verschlägt es einem die Sprache, so zauberhaft präsentiert sich das Bergdorf Valldemossa (2010 Ew.) besonders auch zur Zeit der Mandelblüte von Mitte Januar bis März.

König Jaume II. ließ hier einen Sommerpalast errichten, der von seinem Sohn und Nachfolger Sancho I. weiter ausgebaut wurde. Noch heute faszinieren die schmalen Häuser mit blühenden Gärten, gekrönt von der Pfarrkirche und dem Kartäuserkloster. Wer dieses Dorf nicht besucht, hat Mallorca nicht gesehen.

Kartäuserkloster in Valldemossa
Kartäuserkloster in Valldemossa
Kartäuserkloster in Valldemossa

Sehenswerte Orte für Mallorca-Kenner

Alaró

Der Ort (5400 Ew.) ist ein gemütliches, von Gärten und Mandelbaumhainen umgebenes Dorf arabischen Ursprungs 11 km westlich von Inca. Mittelpunkt ist der Marktplatz mit Kirche, Rathaus, Bars und der Bäckerei Ca na Juanita (von 1910), die berühmt ist für ihre ensaimadas.

Entweder vom Berggasthof Es Verger oberhalb von Alaró (etwa 1 Std.) oder von dem 9,5 km weiter oben in den Bergen gelegenen Dorf Orient aus (etwa 2 Std.) lohnt sich die Wanderung zum Castell d'Alaró mit einfachem Restaurant. Etwa auf halber Höhe liegt das Bergrestaurant Es Verger, das berühmt ist für seine Lammschulter und seine Schnecken in uriger Kaminstube.

Algaida

Einheimische wie Touristen nehmen von der größten Gemeinde des Plá (5.300 Einwohner.) vor allem die vielen Restaurants an der Ma15 wahr, denn Algaida gilt als „Fressstädtchen“.

Die Lokale mit guter mallorquinischer Küche setzen die Tradition der Einkehr aus Postkutschenzeiten fort. Der eigentliche Ort ist eher schlicht.

Andratx

Überragt von einer klotzigen Wehrkirche, gerahmt von pinienbestandenen Hügeln, döst das Landstädtchen Andratx (7000 Ew.) vor sich hin.

Touristen trifft man hier außer zum Mittwochsmarkt kaum, sie ziehen den 5 km entfernten Hafenort Port d'Andratx (3000 Ew.) vor. Seine extreme Bebauung geriet 2006 durch Korruptionsskandale in die Schlagzeilen, die Gerichtsprozesse dauern noch an.

Banyalbufar/Estellencs

Die beiden felsenfesten Dörfer arabischen Ursprungs klammern sich hoch über dem Meer an den Berg. Sie liegen an der kurvigen Küstenstraße Ma10 auf romantischen Terrassen aus maurischer Zeit und sind am besten zu Fuß treppauf, treppab zu erkunden. Das etwa 25 km nordwestlich von Palma liegende Banyalbufar (590 Ew.) wartet im gut geführten, aber überteuerten Restaurant Son Tomas mit einheimischen Speisen auf. Beide Dörfer haben schwer erreichbare, jedoch romantische, winzige Strandbuchten mit Wasserfällen (ausgeschildert).

Binissalem

Der hübsch restaurierte Ort 6 km südwestlich (7600 Ew.) war Mallorcas erste Region, deren Weine die Ursprungsbezeichnung „Denominació de origen“ tragen durften. Die größte örtliche Bodega ist die Franja Roja der Brüder Ferrer an der Straße nach Palma. Nach telefonischer Anmeldung können Sie an Führungen durch Keller und Weinfelder inklusive Verkostung teilnehmen.

Bunyola

Bunyola, das idyllisch am Südfuß der Serra d'Alfabia gelegene Dorf (6230 Einwohner), 35 km nördlich von Palma, hat eine eigene nostalgische Station der Sóller-Bahn. Die Jardins d'Alfabia an der Ma11 bei km 17 Eintritt 6,50 Euro Mo–Fr 9.30–18.30, Sa 9.30–13 Uhr nebenan mit einem Landhaus aus dem 17. Jh. sind Mallorcas besterhaltenes Zeugnis arabischer Gartenbaukunst. Der uralte Familienbesitz Raixa km 12 an der Ma11 ist heute im Besitz der Regierung. Die riesigen Gartenanlagen und Gebäude gestaltete zuletzt Kardinal Antonio Despuig im 18./19. Jh. Die Anlage ist zum Teil stark verfallen und liegt im Dornröschenschlaf, denn von der angekündigten Restaurierung ist nicht viel zu sehen.

Campanet

Das lang gestreckte, ruhige Dorf 8 km nordöstlich (2600 Einwohner) lebt vor allem an Dienstagen auf. Dann ist Markttag und in der Bar Sa Galerie drängt sich Jung und Alt am Tapatresen. Altes Handwerk wie Glasbläserei, Korbflechterei und Töpferei hat hier überlebt. Schöne Glasbläsereien können Sie in der Manufaktur Menestralía (Ausfahrt 35 der Autobahn Palma–Alcúdia) erwerben. Sehenswert sind die bizarren Tropfsteinhöhlen Coves de Campanet Eintritt 11 Euro täglich 10–17 Uhr, an der Ausfahrt 36, 2 km nördlich.

Campos

Die Vieh- und Milchwirtschaft macht Campos zu einer der Agrarhochburgen der Insel. Normalerweise wirkt der Ort mit seinen schnurgeraden Straßen eher verschlafen, doch an den Markttagen donnerstags und samstags wird er lebendiger.

Campos soll schon in römischen Zeiten existiert haben. Die Straße zu den zur Gemeinde gehörenden Salinen und zu den Stränden an der Südküste flankieren Felder, auf denen alfalfa (Luzerne) und tàperes (Kapern) angebaut werden.

Canyamel

Die kleine Siedlung 10 km südlich von Cala Ratjada hat einen etwa 300 m breiten, feinsandigen Strand mit schilfbewachsener Lagune. Der Platz des Canyamel Golf Club mit 18 Löchern zählt zu den schwierigen. Das rustikale Lokal Porxada de Sa Torre in einem alten Wehrturm an der Straße nach Artà ist bekannt für seine köstlichen Spanferkel.

Stadtmauer Capdepera <br/>DuMont Bildarchiv | Schröder
Stadtmauer Capdepera
DuMont Bildarchiv | Schröder
Stadtmauer Capdepera

Capdepera

Das Städtchen (11.800 Einwohner) wird von einer Burg (täglich 9–20, Winter bis 17 Uhr, Eintritt 4 Euro) gekrönt, der am besten erhaltenen und größten der Insel. Die begehbaren trutzigen Verteidigungsmauern umrahmten im 14. Jh. das damalige Capdepera, die Kirche, Bürgerhäuser und die Soldatenquartiere. An klaren Tagen können Sie die nur 75 km entfernte Nachbarinsel Menorca sehen. 8 km von Cala Ratjada.

Capocorb Vell

Die wohl am besten erhaltene talayotische Siedlung Mallorcas geht bis in die Zeit um 1400 v. Chr. zurück. Imposant sind die Ruine eines mehrstöckigen Talaiot und die Vielzahl bis heute erhaltener Grundmauern dieser Wohn- und Wehranlage aus riesigen Steinquadern. Fr–Mi 10–16.30 Uhr Eintritt 2 Euro, 12 km südlich.

Castell de Santueri

Die Ruinen der gewaltigen mittelalterlichen Festungsanlage erheben sich auf einem Berg 7 km südlich. Die Fahrt lohnt sich wegen des Weitblicks und der seltsamen Entrücktheit des Orts. Der Blick geht weit über Land und Meer, und keine Menschenseele stört. Etwa 2 km vom südlichen Ortsende auf der Carretera nach Santanyí weist ein braunes Schild mit der Aufschrift Camí des castell auf die schmale Zufahrtsstraße hin.

Ciutat Jardí

Besonders an Wochenenden beliebt bei Einheimischen ist der östlich von Palma gelegene Villenvorort wegen seiner Lage direkt am Meer mit einem schönen Badestrand und der dahinter gelegenen Essmeile mit exzellenten Fischlokalen, zum Beispiel Casa Fernando und Mares Carrer Illa de Xipre. Die Gäste dürfen sich hier fangfrischen Grillfisch und Meeresfrüchte an der Theke aussuchen. Hier treffen Touristen mit Geschäftsleuten zusammen. Direkt am Strand, mit tollem Blick auf die Bucht von Palma und Kost aus dem Meer, liegt das Restaurante Bungalow.

Colònia de Sant Pere

Der verträumt wirkende Ort (500 Einwohner) am Ostende der Bucht von Alcúdia etwa 20 km östlich kann das Endziel kilometerlanger Strandwanderungen von Can Picafort oder Ausgangspunkt für Wanderungen auf der Halbinsel Ferrutx sein. Der Ort hat einen schönen Boulevard am Meer erhalten, an den sich einige Bars und Restaurants reihen. Ganz am Ende: Sa Xarxa, hübsch und fein.

Costitx

4,5 km östlich, hübsch auf einer Anhöhe gelegen, wurde das Dorf (1130 Ew.) berühmt durch den Fund dreier bronzener Stierköpfe aus talayotischer Zeit im Jahr 1894. Sie sind im Museu de Ciències, Eintritt 3 Euro, Di–Fr 9–13 Uhr, im Casal de Cultura am Ortseingang aus Richtung Sencelles ausgestellt. Seit 1991 existiert bei Costitx das einzige Observatorium der Balearen; es dient Forschungszwecken und bietet Laienkurse in Spanisch an. Im Mallorca Planetarium, Eintritt 10 Euro Fr/Sa 20 Uhr nebenan erleben Besucher mehr als 6000 virtuelle Sterne und können durch Teleskope die wahren Sterne sehen. Anschließend wird eine Nachbildung der Raumfähre Apollo 11 gezeigt.

Ermita de Betlem

Wie eine Oase wirken die Gärten und die Einsiedelei, wenn man die Serpentinenfahrt über den eher kargen Puig de sa Font Crutia hinter sich hat. Die letzten Mönche, die hier beteten und arbeiteten, zogen 2010 um in ihr Ordenshaus in der Hauptstadt Palma. Besuchen können Sie die Klosterkapelle mit einer Zypressenallee und den Mirador mit weitem Blick über die Bucht von Alcúdia. Die nahe gelegene heilige Quelle Sa Font ist ein idyllischer Picknickplatz. Die Straße beginnt an der Festung von Artà (ca. 9,5 km).

Ermita de Bonany

Der pausbäckigen Madonna aus dem 8. Jh. und des tollen Weitblicks wegen lohnt sich der Abstecher zum Kloster, das seinen Namen (Gutes Jahr) nach dem Ende einer Dürreperiode erhielt. Kachelbilder am Eingang erinnern an den lang ersehnten Regen und an eine reiche Ernte; toller Rastplatz unter schattigen Bäumen mit Tischen und Bänken am Ende der Welt. 4 km südlich von Petra.

Ermita de la Trinitat

Die winzige Einsiedelei, die 1648 gegründet wurde, wartet mit einem grandiosen Meer- und Küstenblick auf. Noch heute wohnen hier Eremiten, die nach den Regeln der Heiligen Paulus und Antonius leben. Das Auto lassen Sie besser unten am Parkplatz stehen und laufen die enge und kurvige, aber romantische Straße zu Fuß (ungefähr 20 Min.). Etwa 3 km nördlich an der Straße nach Deià, enge Auffahrt gegenüber dem Restaurant Can Costa.

Esporles

Das lang gestreckte Dorf Esporles (4960 Ew.) liegt in einem fruchtbaren, immergrünen Tal ungefähr 15 km nordwestlich von Palma.

Das Landgut Sa Granja liegt etwa 1,5 km nördlich von Esporles und stammt aus römisch-arabischer Zeit. Seit den 1970er-Jahren ist es ein Freilichtmuseum, in dem Handwerkerstuben und Herrschaftssalons besichtigt werden können. Mittwochs und freitags schlüpfen die Handwerker in alte Trachten und arbeiten an den Geräten ihrer Zunft.

Felanitx

Dass Felanitx rund 18 500 Einwohner hat, merkt man dem ländlich-verschlafenen Städtchen nicht an – außer sonntags, denn dann belebt der Wochenmarkt den sehenswerten Ortskern um die Plaça Espanya.

Felanitx war zu arabischen Zeiten eine Hochburg der Herstellung von azulejos (blaue Kacheln); heutige Keramikwerkstätten könnte man als deren spätes Erbe ansehen. Die einstige Bedeutung von Felanitx als Landwirtschaftszentrum belegen noch einige erhaltene der früher 25 Mühlentürme.

Fornalutx

Oberhalb von Sóller liegt das zweimal als schönstes Dorf Mallorcas ausgezeichnete Fornalutx (700 Einwohner). Streifen Sie durch seine blumengeschmückten Treppengassen mit ihren ockerfarbenen Bruchsteinhäusern und genießen Sie am kleinen Marktplatz einen frisch gepressten Orangensaft.

Galilea

Galileas biblischer Name steht für Entrücktheit. Der luftige Terrassenort (290 Ew.) etwa 15 km nordöstlich von Peguera ist idyllischer Zweitwohnsitz vieler Ausländer, die von ihrem Haus bis zum Meer schauen.

Halbinsel La Victoria

Weniger berühmt, aber genauso schön wie die Halbinsel Formentor. Die ab Alcúdia gut ausgeschilderte Straße führt an den hübschen Villenorten Mal Pas und Bonaire mit Yachthafen vorbei und windet sich dann an romantischen kleinen Buchten entlang hinauf zur 6 km entfernten Ermita de la Victoria. Verehrt wird hier die Virgen de la Victoria, eine gotische Marienfigur und Schutzpatronin von Alcúdia, die der Legende nach die Stadt einst vor Piraten rettete. Die Kirche von 1679 wirkt wie eine Festung. Von hier aus lohnt sich die etwa 45 Minuten dauernde Wanderung hoch über der Steilküste zur Penja Rotja mit Traumblicken über die Bucht von Pollença. Der Weg ist ausgeschildert, erfordert jedoch an einer Stelle Schwindelfreiheit! Neben der Kirche liegt das Ausflugslokal Mirador mit Terrasse und Blick auf die Bucht von Pollença. Am Weg zur Ermita de la Victoria lädt ein vorbildlich angelegter Picknickplatz direkt am Meer zum Rasten ein.

Mirador de Ses Barques

Der Aussichtspunkt mit Restaurant (Tipp: die Spanferkel!) befindet sich oberhalb von Sóller und besticht mit einem herrlichen Panoramablick auf Port de Sóller. Vom Mirador de ses Barques führt ein schöner, aber anstrengender Wanderweg zur Cala Tuent , für den Sie ungefähr vier Stunden veranschlagen sollten; er führt vorbei an der einfachen Finca Balitx d'Avall, in der Sie bodenständige Speisen bekommen und auch übernachten können.

Montuïri

Hübsch anzusehen ist Montuïri (2300 Ew.), ein lang gestrecktes Hügeldorf arabischen Ursprungs mit mächtiger Pfarrkirche und 19 Mühlentürmen, die von langer landwirtschaftlicher Tradition zeugen.

Heute hat der Ort seiner Rebhuhnzucht wegen Bedeutung. Außerdem verlegte 1995 die berühmte Perlenfabrik Perlas Orquídeas einen ihrer Standorte hierher. Ein Spaziergang im Bereich der plaça (montags Wochenmarkt) führt vorbei an gut erhaltenen Hausfassaden, Brunnen, Wegkreuzen und Mühlen sowie an der ausladenden Freitreppe vor der Pfarrkirche Sant Bartomeu aus dem 16.–18. Jh. Im Rathaus wartet ein fertiges Konzept für eine Alternative zum Strandtourismus: ein einstündiger Spaziergang zu den schönsten Windmühlen des Orts mit einer Einführung in die Geschichte des Getreidemahlens seit dem 2. Jh. v. Chr.

Muro

Der stark landwirtschaftlich geprägte Ort Muro (6970 Einwohner) ist einer der ältesten der Insel, er erhielt schon 1300 die Stadtrechte.

Seine monumentale Pfarrkirche mit dem durch eine Brücke verbundenen ehemaligen Verteidigungs- und heutigen Glockenturm beeindruckt ebenso wie die behaglichen alten Bürgerhäuser im Ortsteil Comtat. Beim Wochenmarkt samstags und sonntags sind die Leute von Muro weitgehend unter sich, auch wenn zum Gemeindegebiet ein Dutzend Hotels an der Playa de Muro gehört.

Porreres

Breite Zufahrtsstraßen haben die kleine Stadt 7 km südlich (5300 Ew.) bequemer erreichbar gemacht. Besonders am dienstäglichen Markttag lohnt ein Besuch. Nur dann (10.30–12.30 Uhr) ist nämlich im Rathaus (Casa de Vila) eine bemerkenswerte Ausstellung von rund 300 Objekten zeitgenössischer Kunst zu betrachten (darunter zwei Dalís). Eindrucksvoll sind auch Fensterrose und Glockenturm der Pfarrkirche am Marktplatz. Gleich daneben befindet sich das Centre, einst Theater, heute rustikales Restaurant mit bodenständiger Kost.

Port Adriano

Schmucklos cool in Beton, Glas und Edelstahl beeindruckt der neue Designhafen mit den teuersten Yachten, Edelrestaurants und -shops. Den Meerblick versperrt leider eine Schutzmauer. 5 km von Autobahnausfahrt Santa Ponça, ausgeschildert.

Port de Valldemossa

Winzig und romantisch ist die kieselige Bade- und Hafenbucht, die Sie nach 7 km langer schwieriger Serpentinenkurverei von Valldemossa aus erreichen (ausgeschilderter Abzweig von der Ma10). Wer einen großen Leihwagen fährt und sich unsicher fühlt, sollte diesen (einzigen) Zufahrtsweg meiden! Im schön restaurierten Hafen können Sie im Es Port, Calle Ponent 5 einkehren.

Pórtol/Sa Cabaneta

Berühmt ist der Doppelort 6 km südlich von Santa Maria (8000 Ew.) für seine Töpfer- und Keramikwerkstätten. Die acht olleríes in Pórtol sind beschildert. Hier werden die bauchigen Olles und die flachen Greixoneras hergestellt.

Puig de Sant Salvador

Der heilige Berg von Felanitx (509 m) ist ein Doppelgipfel. Den höheren krönt ein verlassenes Kloster, dessen Ursprung im 13. Jh. liegt. Die Anlage birgt eine Madonnenskulptur (13. Jh.) und ein gotisches Alabasterretabel. Ein überdimensionales Steinkreuz auf dem zweiten Gipfel und eine riesige Christusstatue demonstrieren einstige Kirchenmacht.

Salines de Llevant

8000 t Tafelsalz jährlich gewinnen die Betreiber dieses knapp 1,5 km 2 großen Privatgeländes am Eingang zum streng geschützten Salzseengebiet Es Salobrar. Auch wenn das Salzwerk selbst umzäunt und Besuchern nicht zugänglich ist, lohnt sein Anblick mit den weißen, zum Trocknen aufgetürmten Salzbergen. Was die Schweizerin Katja Wöhr vor ein paar Jahren mit der Pacht von 80 Meerwasserbecken, der Ernte von Flor de Sal und vielen aromatischen Salzkreationen begonnen hatte, führen nun zwei junge Engländer fort, auch die direkt am Salzwerk gelegene, alternativ angehauchte Feinkostboutique mit Café. Hier kann man die Salzkreationen probieren, ausgefallene Eissorten schlecken und relaxen.

In den umliegenden Salzseen, die Sie am besten mit dem Fahrrad umfahren, sind an die 170 Vogelarten zu Hause.

Santa Eugènia

Nicht des eher unscheinbaren Dorfs wegen, sondern für einen Besuch des Natura Parcs (bei km 15,4 an der Landstraße nach Sineu, 7,5 km südöstlich von Santa Maria www.naturaparc.net tgl. 10–18 Uhr Eintritt 9 Euro, Kinder 6 Euro) mit großen, artgerechten Gehegen empfiehlt sich die Fahrt hierher. Die Besitzer machen sich stark für den Erhalt bedrohter Tierarten und ein ökologisches Bewusstsein. Größte Attraktion des kleinen Zoos ist ein Schmetterlingshaus.

Santanyí

Erstaunlich untouristisch ist die beschauliche Kleinstadt Santanyí (12 000 Ew.), zu deren Gemeindegebiet stille und quirlige Badeorte zählen.

Das homogene Ortsbild mit seinen ockerfarbenen Sandsteinhäusern, der Fußgängerzone, vielen Läden, Bars und Restaurants lohnt einen Bummel, vor allem an Markttagen (Mi und Sa).

Sant Elm

Das Schönste am kleinen Badeort Sant Elm (250 Einwohner) 8 km westlich von Andratx ist seine Beschaulichkeit – und der Blick auf die vorgelagerte Insel Sa Dragonera. Im Sommer ist sie von hier mit dem Fährschiff Margarita zu erreichen.

Sa Pobla

Das landwirtschaftliche Zentrum Mallorcas lockt vor allem im August hunderte von Jazz-Liebhabern zum Jazz-Festival Sa Pobla.

Sencelles

Den Charme der Region im Westen des Plá machen die vielen gut restaurierten Weiler rund um Sencelles aus.

In Sencelles selbst (3.100 Einwohner), dem Dorf der Dörfer, lebt bis heute die Tradition des Dudelsackbaus und des Feigenanbaus fort. Vor allem aber wurde das Dorf zum Zweitwohnsitz für Ausländer.

S'Oliera de Son Catiu

Die neue, hochmoderne Tafona (Ölmühle) 12 km nordwestlich mit großem Restaurant, in dem u.a. hervorragende Pa amb olis (8–14 Euro) angeboten werden, und Verkauf von mallorquinischen Produkten ist sehenswert. Lassen Sie sich den Verarbeitungsweg und die Maschinen zeigen. Anfang Oktober werden säckeweise Oliven von Bauern und Fincabesitzern dorthin gebracht. Carretera Llubí–Inca am Rondell (Carretera Muro).

Ausflugsziele Mallorca

Mit dem Fahrrad auf Mallorca unterwegs

Wer mit dem Fahrrad auf Mallorca aktiv sein möchte hat zwei Möglichkeiten: Entweder das eigene Fahrrad mitnehmen und als Sperrgepäck im Flugzeug aufgeben oder sich vor Ort ein Fahrrad ausleihen. Beide Varianten haben ihre Vor- und Nachteile. Preislich betrachtet muss man individuell entscheiden, ob man auf das private Rad verzichten kann. Wer sein Rad lieber mit auf die Insel nehmen möchte, muss es dem Reiseveranstalter mitteilen. Dieser muss dem Hotel, der Fluggesellschaft und dem Busunternehmen Bescheid geben. Es fallen Gebühren zwischen 20 und 100€ pro Strecke für die Fahrradmitnahme an.

Auf Mallorca gibt es unzählige Verleihstationen. Mountainbikes, Renn-, Trecking-, City- und Kinderräder werden in allen Ferienorten zum Verleih angeboten.

Das Frühjahr eignet sich hervorragend, um Mallorca auf dem Fahrrad zu erkunden.

Es hat folgende Vorteile:

  • Die Straßen sind weniger stark von Bussen und Mietwagen befahren und somit hat man mehr Sicherheit
  • Die Landschaft strahlt grün und die Mandelbäume blühen
  • die Temperaturen liegen zum Teil noch unter 20°C und man kommt weniger stark ins Schwitzen

Viele Profisportler sind in den kalten Monaten im Tramuntana Gebirge oder im Süden der Insel in Trainingslagern.

Fahrradausflüge für ungeübte Sportler

Ausflugsziele für Amateur-Radfahrer ist beispielsweise die Strecke von S’Arenal an der Playa de Palma in die Hauptstadt Palma de Mallorca. Diese Strecke (14 km) sollten ungeübte Radfahrer in ca. 1 Stunde bewältigen. Die Strecke führt fast auf der Strandpromenade in Playa de Palma bis Can Pastilla. Dort geht es auf dem Radweg bis in die Hauptstadt Mallorcas.

Ein anderer Vorschlag ist die Tour rund um den S`Albufera Naturpark im Norden der Insel. Start und Ziel ist Alcudia. Auch diese Tour ist für das gemütliche Fahren geeignet. Die Strecke hat eine Gesamtlänge von 30 Kilometern. Lohnenswert ist der Besuch des geschützten Naturparks und der Abstecher zu einer der Vogelaussichtsplattformen.

Ausflugstipps

Inselrundfahrt

Bei diesem Klassiker unter den Ausflügen erleben Sie die einmalige Landschaft Mallorcas in all ihrer Vielfalt. Lassen Sie sich verzaubern und freuen Sie sich auf eine Fahrt mit dem legendären Roten Blitz, der Siemenseisenbahn aus dem Jahr 1912. Mit der „atemberaubenden“ Geschwindigkeit von 25 km/h fährt Sie die Bahn von Palma de Mallorca aus durch das Tramuntana-Gebirge in das malerische Tal von Sóller mit seinen sattgrünen Orangenhainen. Im Hafen von Sóller erwartet Sie ein Ausflugsboot. Mit ihm geht es, je nach Wetterlage, entlang der Westküste, vorbei an der herrlichen, bizarren Bergwelt Mallorcas. Wieder an Land fahren Sie per Bus weiter: von der landschaftlich einmaligen Schlucht Sa Calobra mit dem Torrente de Pareís (dem Tor zum Paradies) über die Panoramastraße Richtung Inca.

Palma Aquarium

Das Palma Aquarium ist ein spektakulärer Meerwasserpark in dem auf rund 7.500 Quadratmetern 8.000 Meerestiere eine neue Heimat gefunden haben. In 55 Aquarien können Sie die Flora und Fauna aller Meere und Ozeane bestaunen. Darunter Seepferdchen, Rochen, Moränen, Schildkröten, Seeanemonen, Korallen und ausgewachsene Haie. Naturgetreu nachgebildete Ökosysteme laden Sie zu einer unvergesslichen Entdeckungsreise unter Wasser ein.

Son Amar

Das international bekannte Showrestaurant „Son Amar“ erwartet Sie mit unzähligen Überraschungen. Erleben Sie im Ambiente eines authentischen mallorquinischen Gutshofes eine hochklassige Auswahl an Künstlern aus aller Welt sowie bekannte und aktuelle Melodien – eingebettet in ein faszinierendes Meer aus Licht und Farben. Tauchen Sie ein, in die schillernde Welt des Tanzes, der Akrobatik und der Magie. Genießen Sie eine erlesenes Menü inklusive Getränke und lassen Sie sich mitreißen von der puren Leidenschaft des feurigen Flamencos. Gekrönt wird diese unvergessliche Nacht der Superlative von einem grandiosen Finale.

Palma de Mallorca

Die Stadt ist Alt und Jung zugleich, das macht sie spannend – für Einheimische und Fremde gleichermaßen.

Alles liegt dicht beieinander: friedliche Innenhöfe, prächtiger Adelspaläste und verkehrsumtoste Straßencafés; weihrauchgeschwängertes Kirchendunkel und geschäftiges Treiben im grellen Licht der Markthallen; sonnendurchglühte Plätze und Schatten spendende Arkaden. Die Stadt sollten Sie zu Fuß zu erkunden, denn die Altstadtgassen sind eng und das Einbahnstraßensystem kompliziert. Für die blau markierten Parkzonen bezahlt man an Parkuhren; hier darf man maximal 1,5 Stunden stehen. Wer die Zeit unbezahlt überschreitet, riskiert eine Kralle oder sogar abgeschleppt zu werden. Unbegrenzte Parkzeit haben Sie in den teuren Parkhäusern, die Sie am besten gleich früh am Morgen ansteuern. Danach ist Palma, die Stadt mit der größten Verkehrsdichte Spaniens, rappelvoll.

Wer die berühmten Sehenswürdigkeiten Palmas in kurzer Zeit entdecken möchte, ist im Cityshightseeing Bus Nummer 50 sehr gut aufgehoben. Der Doppeldecker mit offenem Dach fährt 16 Stationen im 20 Minuten Takt an. Das Beste ist, dass Sie selbst entscheiden, an welchem Ort Sie aussteigen möchten. Eine komplette Tour bringt Sie in knapp eineinhalb Stunden zur Rambla, zum Plaza Espanya, zum Poble Espanyol, bis zu den Stadtgrenzen zum Castell de Bellver. Das Ticket, was Sie den ganzen Tag nutzen können, kostet zurzeit rund 25€.

Shopping Mallorca

Ob trendige Sommerkleider, die neuesten Schuhkreationen oder liebevoll hergestellten Schmuck, Palma ist DAS Shoppingparadies. Die einschlägigen Modemarken wie Desigual, Sfera und Stradivarius warten in der Innenstadt auf Ihren Geldbeutel.

Alle internationalen Marken sind zudem im Shoppingcenter Porto Pi vertreten. Das traditionsreiche Kaufhaus El Corte Inglés lädt zum bunten Zeitvertreib ein.

Souvenirs

Mitbringsel von der Urlaubsinsel Mallorca sind nicht schwer zu finden. In den Touristenzentren findet man fast an jeder Ecke einen Laden, der Lederwaren aus Inca, die berühmten Manacor-Kunstperlen oder allerhand Schnickschnack verkauft werden.

Kulinarische Köstlichkeiten wie die Teigschnecke Ensaimada oder die würzige Sobrassada-Wurst sind fast allen Mallorca Urlaubern bekannt.

Individuelle Geschenke für die Daheimgebliebenen sind hingegen nur zu finden, wenn man sich aus dem Touristenort herauswagt. Der Besuch einer Ölmühle in Caimari lädt zur Verkostung und dem anschließenden Kauf des aromatischen Olivenöls ein.

Wer lieber Hochprozentiges verschenken möchte, kann beispielsweise im Kloster Cura auf dem Berg Randa, selbstgebrauten Hierbas- Kräuterlikör erstehen.

Die Gegend um Soller ist bekannt für ihre endlosen Orangenplantagen und deswegen ist die Herstellung von Orangenmarmelade nicht verwunderlich. Die süßliche Marmelade eignet sich hervorragend als Frühstücksaufstrich am Sonntagmorgen, um an den schönen Mallorca Urlaub zu denken.

Eine weitere kulinarische Spezialität ist das Flor de Sal d´Es Trenc. Meer, Wind und Sonne tragen dazu bei, dass das Salz der Meeresblüten in den Salinen von Es Trenc entsteht.

Auf den Wochenmärkten finden sich viele Handwerker, die Schmuck, Handarbeiten, Keramik oder Olivenholzprodukte verkaufen.

Restaurants Mallorca

Die Top 10 der leckersten Restaurants Mallorcas

Die nachfolgenden Empfehlungen der besten Restaurants laden zu einem kulinarischen Streifzug durch die spanische und mallorquinische Küche ein. Die meisten Restaurants sind auch für einen Mallorca Urlauber mit kleinem Geldbeutel geeignet.

Mercat del Olive

Der Mercat del Olive auf der Plaza de l'Olivar in Palma ist die ideale Lokalität für einen kleinen Imbiss zur Mittagszeit. Bei den Fleischern kann man eine hauchdünne Scheibe des köstlichen Iberico Schinkens kosten und anschließend beim Austern Schlürfen einen trockenen Weißwein genießen. Das reichhaltige Angebot des Marktes lockt auch viele Einheimische und Restaurants an, die sich mit spanischen Spezialitäten eindecken.

TAST

Das mediterrane Tapas-Restaurant TAST in der Avinguda Comte de Sallent 13 ist die erste Adresse für leckere Tapas-Speisen. Neben klassischen Tapas wie der Tortilla, einem Kartoffel Omelett oder den Pimientos de Padron (gebratene, gesalzene Spitzpaprika), gibt es auch ausgefallene Kreationen.

Ca’n Joan De S’Aigo

Dieses Café eignet sich hervorragend zum Brunchen an einem Shoppingtag in Palma. Es liegt in der Carrer Can Sanz 10. Ganz besonders lecker sind auch die Eisvariationen.

DaiCa

Das kleine, familiengeführte Restaurant DaiCa in Llubí, im Zentrum Mallorcas verführt seine Gäste mit köstlichen mallorquinischen Zutaten, die kreativ zubereitet werden. Das Beste dabei: Das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmt.

Noah’s

Wer in Cala Ratjada etwas auf sich hält, sollte mindestens einmal das Noah’s besucht haben. Der atemberaubende Ausblick auf der Terrasse zum Meer ist garantiert.

Nicht nur das Frühstück schmeckt mit einer frischen Brise Meeresluft gleich viel besser, sondern auch die Fischgerichte, die fangfrisch auf den Teller kommen.

Can Punyetes

Das Can Punyetes in Port d'Alcúdia ist ein kleines Restaurant, was vorwiegend Tapas-Spezialitäten aus Andalusien anbietet. Es befindet sich in der Fußgängerzone Carrer Barques 1. Am Abend spielen Bands.

Es Molí

Es Molí in Can Picafort ist die Empfehlung für alle Freunde von gegrilltem Kaninchen. Aber auch gegrilltes Fleisch und Fisch sind sehr schmackhaft. Die Außenplätze auf der Terrasse unter Kiefernbäumen sind sehr beliebt.

La Caracola

Das La Caracola im kleinen Hafen Porto Petro liegt an der Ostküste Mallorcas. Serviert werden Köstlichkeiten aus dem Meer, aber auch Fleischgerichte. Empfehlenswert ist die Paella-Pfanne.

Paella mit frischen Meeresfrüchten
Paella mit frischen Meeresfrüchten
Paella mit frischen Meeresfrüchten

Es Cantonet

Das kleine Restaurant Es Cantonet in der Plaza Bernareggi 2 im kleinen Örtchen Santanyi gelegen, bietet mediterrane Speisen mit asiatischen Elementen.  Der kleine Innenhof, umrankt von Weinreben lädt zum Verweilen ein. Mit viel Liebe werden Carpaccios, Lammcarrés und die Crema Catalana zubereitet.

Tigys

Tigys in der Avenida Jaime in San Telmo bewirtet seine Gäste unter anderem mit dem typisch mallorquinischen Gericht Pa amb Oli. Das ist Brot, welches mit Tomate und Knoblauch bestrichen und anschließend mit Schinken und Käse belegt wird. Nach einer Wanderung die ideale Stärkung.

Mallorca mit Hund

Viele Hundebesitzer fragen sich, ob das Mitnehmen des Vierbeiners auf die Ferieninsel erlaubt ist und welche Sachen zu beachten sind.

Das Tier muss geimpft und gechipt sein, um nach Mallorca einreisen zu können. Der sogenannte internationale Heimtierausweis ist Pflicht.

Wenn Sie sich entscheiden mit dem Auto anzureisen, beachten Sie bitte die lange Fahrzeit durch die weite Strecke und die einzuplanenden Gassigeh-Pausen. Die Anreise mit dem Flugzeug ist für kleine Hunde in einer Transportbox im Handgepäck möglich. Das maximale Gewicht des Hundes für die Handgepäck-Beförderung erfragen Sie bitte bei Ihrer Fluggesellschaft.

Größere Hunde fliegen in einer Transportbox im Laderaum mit. Die Fluggesellschaften erheben zusätzliche Kosten für die Beförderung des Vierbeiners. Bitte bedenken Sie, dass der Flug eine extreme Stresssituation für den Hund darstellt.

Die Unterkunftssuche erscheint oft schwierig, da Hunde anscheinend ein großes Risiko für Hoteliers darstellen. So kann es sein, dass erhebliche Zusatzkosten in Form einer Kaution und/ oder eines Hunde-Aufschlags entstehen.

Vor Ort ist zu berücksichtigen, dass an allen öffentlichen Stränden ein Hundeverbot und überall Leinenpflicht herrscht.

Job und Auswandern Mallorca

Mallorca ist das Auswanderparadies schlechthin. Viele Deutsche träumen davon auf der Insel ihr Glück zu finden. Sonne, Strand, Palmen und das lässige Leben locken jährlich dutzende Auswanderwillige nach Mallorca.

Was viele dabei vergessen ist, dass man von Luft und Liebe nicht leben kann und irgendwann alle finanziellen Reserven aufgebraucht sind.

Jobs als Hausmeister, Gärtner, Chauffeur und Kellner gibt es wie Sand im (Mittel)meer auf diversen Jobportalen. Fast alle Stellen sind nur für eine Saison (Hochsaison) befristet. Zudem werden sie schlecht bezahlt und mietbarer Wohnraum ist rar und teuer.

Gut ausgebildete Fachkräfte, die vor allem die Landessprache Spanisch in Wort und Schrift beherrschen, werden teils lange auf eine Stellenausschreibung warten.

Viele Deutsche versuchen dann selbst ein Geschäft aufzumachen und zu führen. Die meisten vergessen, dass sie in den Sommermonaten ihren Lebensunterhalt für den kommenden Winter verdienen müssen. Gescheiterte Existenzen sind auf Mallorca keine Seltenheit.